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Was meinen Strunz?: Vorsicht, Alarmstimmung!

Was war da bitte los? Schon wieder kassierten zwei deutsche Klubs in der Königsklasse bittere Pleiten, zahlten Lehrgeld, wurden vorgeführt. Vor allem Werders peinliche Niederlage gegen die historischen Auswärts-Deppen aus Griechenland schmerzte. Einzig Schalke hielt die Fahne hoch.

Nach den Auftaktniederlagen der drei deutschen Königsklassen-Vertreter am ersten Spieltag standen Werder, Schalke und Stuttgart diese Woche bereits unter erheblichem Druck. Keiner aus dem Trio durfte sich eine weitere Pleite erlauben. Jetzt wissen wir: Für die Schwaben und Bremer sieht es sehr schlecht aus. Einzig Vize-Meister Schalke konnte die Auftaktschlappe wettmachen.

Barca zwei Nummern zu groß

Am Dienstag hatte der VfB Stuttgart einen der ganz großen Favoriten auf den Gewinn der diesjährigen Champions League zu Gast, den FC Barcelona. Leider kam es so wie, man es nach dem schlechten Saisonstart der Schwaben befürchten musste. Der FC Barcelona, gespickt mit Welt-Stars wie Messi und Ronaldinho, war an diesem Abend zwei Nummern zu groß. Zu jeder Zeit des Spiels hatte man das Gefühl, dass die Katalanen bei Bedarf auch noch mal einen Gang hätten zulegen können. Die Dominanz und Selbstverständlichkeit ihres Auftrittes war beeindruckend. Auch wenn die Stuttgarter Spieler nach dem Spiel von einer unnötigen Niederlage sprachen, Fakt ist, dass Barca im Moment wohl kaum zu besiegen ist. Oder nur dann, wenn beim Gegner alles passt. Das heißt auch, dass die eigenen Chancen besser genutzt werden müssen. Denn die waren ja da. Der VfB muss jetzt dringend aufpassen, dass aus der negativen Dynamik keine negative Eigendynamik wird. Noch sehe ich keine Gefahr, auch weil das Umfeld still hält. Bei einer weiteren Niederlage am Wochenende in der Liga könnte sich das allerdings schnell ändern. Für die Spieler heißt es: Champions League aus den Köpfen streichen!

Das Ende für Werder Bremen?

Ähnlich kritisch ist die Lage für Werder Bremen - nach einer unterirdischen Leistung in der zweiten Hälfte gegen Olympiakos Piräus. Die Griechen, die ihr erstes Auswärtsspiel in der Königsklasse überhaupt gewannen, siegten, und das ist das eigentlich Schlimme, völlig verdient bei den Norddeutschen. Schon zu Beginn des Spiels hatte Werder Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Nach der Führung schien der Pflichtsieg in der Gruppe mit Real Madrid und Lazio Rom greifbar nahe. Dann das Unfassbare: Das Team von Thomas Schaaf hatte nach 60 Minuten dem Tempo des Gegners nichts mehr entgegenzusetzen. Warum das so war, ist mir nach wie vor schleierhaft. Möglicherweise hat Trainer Schaaf die gerade erst wieder genesenen Frings und Fritz und später dann auch noch Borowski zu früh in das zuvor ja gut funktionierende Team integrieren wollen. Auch für Werder gilt es jetzt, dieses Negativ-Erlebnis zu verarbeiten. Am Besten mit einem Sieg in der Liga beim MSV Duisburg.

Wichtiger Sieg für Schalke 04

Besser lief es für Schalke: Beim sehr schwer zu spielenden Champions-League-Vertreter Nowegens, Rosenborg Trondheim, kamen die Knappen zu einem eminent wichtigen Dreier in ihrer Gruppe. Das war schon sehr souverän was die Männer von Trainer Mirko Slomka gegen die robusten Nordlichter zeigten. Jetzt geht es gegen Titelmitfavorit Chelsea - umso wichtiger erscheint dieser Erfolg. Da ich von zwei Siegen Valencias gegen Rosenborg ausgehe, muss Schalke wenigstens in einem der beiden Spiele gegen die Blues punkten. Am Besten wäre natürlich ein Sieg, um die Möglichkeit des Erreichens des Achtelfinals weiter selbst in der Hand zu haben. Die Königsblauen sind im Moment das stabilste Team der drei deutschen Champions-League-Starter. Selbst gegen Chelsea traue ich ihnen eine Überraschung zu.

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