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Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung: In der Liga kocht die Wut über Bayern

Die Bayern haben jedes Spiel verloren, seit sie die Meisterschaft sicher haben. Dafür gab es schon viel Kritik von Clubs im Abstiegskampf. Jetzt legt aber auch Wolfsburgs Manager Klaus Allofs nach.

Keine Professionalität? Bayern-Coach Pep Guardiola wird derzeit von vielen Kollegen heftig kritisiert.

Keine Professionalität? Bayern-Coach Pep Guardiola wird derzeit von vielen Kollegen heftig kritisiert.

Es braut sich etwas zusammen in der Bundesliga - die Wut auf den FC Bayern München wird immer größer. Der Grund: Bis zum Gewinn des Meistertitels hatte der Rekordmeister in 30 Saisonspielen ganze zwei Niederlagen kassiert. Danach ging dann jedes Spiel verloren. Am Samstag hatte es in Freiburg die dritte Niederlage in Folge gesetzt. Für Freiburg war es ein ganz wichtiger Sieg im Abstiegskampf. Der Konkurrenz am Tabellende stößt das allerdings übel auf. Sie wirft den Bayern Wettbewerbsverzerrung vor.

Schon unter der Woche hatte sich André Breitenreiter, Trainer des Tabellenletzten SC Paderborn, in der "Sport Bild" beschwert: "In so einer entscheidenden Phase sollten sie dafür sorgen, dass alle Chancen gleich bleiben. Man darf nie die Mannschaften aus den Augen verlieren, die um ihre Existenzen kämpfen."

Am Samstag lederte auch Dirk Dufner, Manager der ebenfalls abstiegsbedrohten Hannoveraner, los: "In der Regel werden in der Liga ja alle von Bayern hingerichtet. Jetzt ist es plötzlich ganz anders" Und weiter: "Möglicherweise stellen bald vier, fünf Vereine den Antrag, gegen Bayern nur in den letzten Spielen antreten zu wollen."

Allofs legt nach

Jetzt legte aber auch Klaus Allofs nach, Manager des künftigen Champions-League-Teilnehmers VfL Wolfsburg. In der TV-Sendung "Doppelpass" sagte er: "Bisher waren die Bayern ein Vorbild an Professionalität. Und diese Professionalität sieht man in den letzten Spielen nicht. Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie sie die Punkte hergeschenkt haben oder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Also ich verstehe schon, dass einige Klubs richtig sauer sind."

Die Vorwürfe sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Genau wie im vergangenen Jahr erklärte Guardiola die Spiele in der Bundesliga nach dem gesicherten Titel für bedeutungslos und nahm so den Druck von seiner Mannschaft. 2014 folgte ein Leistungseinbruch genau wie in diesem Jahr auch in der Champions League. Letztes Jahr scheiterten die Bayern im Halbfinale an Real Madrid, diesmal an Barcelona.

Auf Twitter gibt es unter dem Hashtag #wettbewerbsverzerrung viel Kritik von Usern, aber auch Unterstützung für die Bayern. Stellvertretend für beide Positionen stehen folgende Tweets.

User Team Red (pro Bayern)

Tim Schulze

Wissenscommunity