WM 2010: Viertelfinale Podolski übersteht Abschlusstraining


Gute Nachricht für die deutsche Nationalmannschaft: Lukas Podolski kann nach muskulären Problemen im Oberschenkel gegen Argentinien wohl spielen. Auch ein weiterer Offensivspieler stand beim Abschlusstraining vor dem Viertelfinalspiel wieder auf dem Platz.

Genug geredet und gestichelt, das "Drehbuch" steht: Joachim Löws mutige Spaßfußballer wollen auch die Kraftprobe gegen Maradonas bärenstarke Argentinier bestehen. Wenige Stunden vor dem heißen WM-Viertelfinale kehrten auch die angeschlagenen Lukas Podolski und Cacau beim Abschlusstraining in das schwarz-rot-goldenen Team zurück, damit steigt die Zuversicht noch. "Wir haben das Gefühl, dass es weitergehen kann. Und wir wollen weiter", verkündete der Bundestrainer am Freitag vor der Weltpresse in Kapstadt. Auf jeden Fall darf sich Fußball-Deutschland auf einen neuen Höhepunkt freuen. "Es gibt einen Fight auf Biegen und Brechen", kündigte Löw an.

Unterhalb des sonnenüberfluteten Tafelbergs übermittelte Löw wenige Stunden vor der Partie am Samstag (16.00 Uhr im Liveticker von stern.de) eine überzeugende Kampfansage an den Top-Kontrahenten mit Dribbelkönig Lionel Messi und Torjäger Gonzalo Higuain: "Wir werden nicht zitternd in der Kabine sitzen. Jeder ist bis in die Haarspitzen motiviert."

Video-Zusammenschnitte vom Trubel aus der Heimat

Seit Monaten hat der 50-jährige Schwarzwälder "ein Drehbuch im Kopf", wie Löw in weißem Hemd und dunklem Anzug verriet. Nun soll im imposanten Green Point Stadion nahe der weltbekannten Waterfront vor rund 65 000 Zuschauern ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. "Die Zielsetzung heißt, unter die letzten Vier zu kommen", forderte Löw.

Bevor der locker und ausgeglichen wirkende DFB-Chefcoach beim Abschlusstraining nach einer intensiven Ansprache die Fitness von Podolski testete, gestattete er Bastian Scheinsteiger & Co. bei T-Shirt-Wetter im südafrikanischen Winter sogar noch einen kurzen Ausflug nach Camps Bay, dem Kapstädter Nobelvorort am Atlantik. In manchen Phasen müsse ein Trainer auch einige Emotionen zügeln, berichtete der Bundestrainer. Am Spieltag will er aber unter anderem mit Video-Zusammenschnitten des Fan-Jubels in der Heimat seine Spieler noch mehr heiß machen für die Kraftprobe mit den "Gauchos".

Der zweimalige Turnier-Torschütze Lukas Podolski, der an einer Muskelverhärtung litt, stand pünktlich zum Übungs-Härtetest wieder auf dem Platz und hinterließ einen guten Eindruck. Als Alternativen für Podolski hatte Löw zuvor Marcell Jansen, Marko Marin und Toni Kroos genannt. Grünes Licht gab es für Mesut Özil. "Vielleicht hat ihm ein Tag weg vom Ball gut getan", erklärte Löw. Auch Cacau konnte nach einer Woche Pause wieder mit der Mannschaft trainieren. Sein Einsatz ist aber noch fraglich, beim Training verspürte der 29-Jährige Angreifer noch immer leichte Schmerzen. So gut wie sicher fehlen wird Reservist Serdar Tasci, der mit einem grippalen Infekt das Bett hüten muss.

DPA/feh DPA

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