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Vor Slowakei-Spiel: Boateng im Abschlusstraining dabei, Einsatz aber weiter fraglich

Wird Abwehrchef Jérôme Boateng im Achtelfinale spielen oder nicht? Zumindest im Abschlusstraining war er schon mal dabei – die Entscheidung wird aber wohl erst kurz vor dem Spiel fallen.

Im Training ist Jerome Boateng schon mal dabei.

Im Training ist Jerome Boateng (R.) schon mal dabei. Ob er gegen die Slowakei auf dem Platz stehen wird, ist jedoch noch offen.

Die Signale für einen Einsatz von Jérôme Boateng sind positiv. Doch ob mit oder ohne den Münchner Abwehrchef: Der Weltmeister will bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich mit dem Start der K.o.-Runde Stärke zeigen. "Wir sind vollkommen im Soll. Ich denke, dass wir zu 100 Prozent da sind", erklärte der bisherige Turnierkapitän Manuel Neuer vor dem Achtelfinale am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) in Lille gegen die Slowakei. 

Ob auch Abwehrchef Boateng nach seiner Wadenverhärtung bis zum Anpfiff im Stade Pierre-Mauroy wieder zu 100 Prozent fit ist und spielen wird, bleibt noch offen. Beim Abschlusstraining am Samstag im DFB-Basisquartier in Évian-les-Bains war er dabei.

Der 27 Jahre alte Innenverteidiger stand schon vor dem offiziellen Beginn auf dem Platz und absolvierte ein individuelles Programm unter Aufsicht von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Dazu gehörten auch 30-Meter-Sprints. In den ersten 15 Minuten des Teamtrainings absolvierte Boateng, der sich beim 1:0-Sieg zum Gruppenabschluss gegen Nordirland die Wadenverletzung zugezogen hatte, dann die Übungen mit den Mitspielern. Im Kreisspiel trat der Münchner mit den neontürkisen Fußballschuhen auch wieder gegen den Ball.

Entscheidung um Boateng fällt erst kurz vor dem Spiel

Ob Boateng tatsächlich in Lille aufläuft, wird Bundestrainer Joachim Löw wohl erst im Vorfeld der Partie entscheiden. Der Bayern-Star wurde nach seinem Aufwärmprogramm im Stade Camille Fournier am Genfer See von den DFB-Medizinern nochmals untersucht und behandelt. Die weiteren 19 Feldspieler und die drei Torhüter trainierten zunächst in Gruppen. Die Übungseinheit konnte nur die ersten 15 Minuten von den Medien beobachtet werden. Nach dem Training stand für den DFB-Tross die Reise nach Nordfrankreich auf dem Programm.

In den vergangenen Turnieren habe das deutsche Team die Stärke in den K.o.-Runden immer unter Beweis gestellt, hob Neuer hervor. Vor zwei Jahren in Brasilien gab ein mühsames 2:1 nach Verlängerung im Achtelfinale gegen Außenseiter Algerien einen wichtigen Schub – am Ende stand der WM-Triumph. Dieses Mal könnte eine klarer Sieg gegen die Slowakei, Nummer 24 in der Weltrangliste, eine "Initialzündung" werden, hofft Torwart Neuer.

Nach dem 1:3 vor vier Wochen im vom Unwetter von Augsburg beeinflussten Testspiel gegen die Slowaken ist die deutsche Elf gewarnt. "Zu sagen, es ist nur die Slowakei, ist falsch. Die Mannschaft hat es sich verdient, im Achtelfinale zu stehen", betonte der Münchner Neuer.

car / DPA

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