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In Interview DFB-Präsident Reinhard Grindel fordert öffentliche Erklärung von Mesut Özil

In Interview: DFB-Präsident Reinhard Grindel fordert öffentliche Erklärung von Mesut Özil
In der Affäre um die Erdogan-Fotos mit Mesut Özil hat der DFB gezeigt, was schlechtes Krisenmanagement ist. Nach Oliver Bierhoff sagt nun auch DFB-Präsident Reinhard Grindel Dinge, die Debatte um Özil befeuern.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat von Mesut Özil nach der Dauer-Debatte um die Erdogan-Fotos eine öffentliche Erklärung gefordert. "Es stimmt, dass sich Mesut bisher nicht geäußert hat. Das hat viele Fans enttäuscht, weil sie Fragen haben und eine Antwort erwarten. Diese Antwort erwarten sie zu Recht. Deshalb ist für mich völlig klar, dass sich Mesut, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt, auch in seinem eigenen Interesse öffentlich äußern sollte", sagte Grindel in einem Interview des "Kicker"

Özils Zukunft in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hängt für Grindel nach dem WM-Aus auch von einer Bewertung durch Bundestrainer Joachim Löw ab. "Daneben müssen wir die sportliche Analyse abwarten und schauen, ob Joachim Löw weiter mit ihm plant", sagte der DFB-Chef. Özil hatte seit dem Erscheinen der umstrittenen Aufnahmen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Mitte Mai, im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Ilkay Gündogan, keine öffentliche Stellungnahme abgegeben und war dafür öffentlich mehrfach hart kritisiert worden.

DFB-Präsident Reinhard Grindel (r.) erwartet, dass Mesut Özil (l.) sich nach dem Urlaub öffentlich äußert
DFB-Präsident Reinhard Grindel (r.) erwartet, dass Mesut Özil (l.) sich nach dem Urlaub öffentlich äußert
© Catherine Ivill/Andreas Arnold / Getty Images / DPA

Grindel fordert "kluges Krisenmanagement"

Nach den umstrittenen Aussagen von DFB-Direktor Oliver Bierhoff zu Özil forderte Grindel ein "kluges Krisenmanagement". Man müsse "kühlen Kopf bewahren und nicht jedem Druck nachgeben". Grund für Kritik an Bierhoff, der das WM-Debakel in den kommenden Wochen mit Löw aufarbeiten soll, sieht Grindel aber offenbar nicht.

"Oliver Bierhoff hat sehr deutlich gemacht, dass er sich hier missverstanden fühlt. Und dass es in keiner Weise seine Absicht war, einen Spieler öffentlich für das Scheitern bei der WM verantwortlich zu machen", sagte Grindel.

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tkr DPA

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