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WM-Qualifikation: Dünne Luft für Berti Vogts

Nach einem enttäuschenden Unentschieden des schottischen Nationalteams gegen Moldawien wird die WM in Deutschland für Berti Vogts und seine "Bravehearts" fast unerreichbar. Außenseiter Albanien bleibt hingegen auf WM-Kurs.

Für Berti Vogts und das schottische Fußball-Nationalteam ist die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland in weite Ferne gerückt. Nach dem mageren 1:1 in Chisinau gegen Moldawien haben die vom ehemaligen Bundestrainer betreuten "Bravehearts" in der Qualifikations-Gruppe 5 mit nur 2 Punkten noch geringe Chancen, die WM-Endrunde zu erreichen, und Vogts muss wegen Erfolglosigkeit um seinen Job bangen. Dadu (28.) brachte Moldawien in Führung, Steve Thompson (31.) glich für die erneut enttäuschenden Schotten aus.

Italien vorne

In der schottischen Gruppe 5 übernahm das vom überragenden Kapitän und zweifachen Torschützen Francesco Totti (27., Foulelfmeter/68.) angetriebene Italien durch ein 4:3 über Weißrussland die Führung vor Norwegen, das den bisherigen Gruppen-Ersten Slowenien (beide 7) durch ein 3:0 in Oslo stürzte. John Carew (7.), Morten Pedersen (60.) und Alexander Odegaard (90.) trafen für die wiedererstarkten Norweger. Vogts’ Schotten (2) sind schon recht weit abgeschlagen Fünfte.

Dagegen hält Hans-Peter Briegel mit Albanien weiter WM-Kurs. Dank Alban Bushajs Tor (60.) feierten die vom deutschen Ex-Nationalspieler trainierten Albaner mit dem 1:0 in Kasachstan im vierten Spiel ihren zweiten Sieg und weisen 6 Zähler auf. Noch besser steht in Gruppe 2 der neue Tabellenführer Ukraine (8) da, der durch Olexi Bjelik (12.) und Andrej Schewtschenko zum 2:0 über Georgien kam. Die Türkei (6) erkämpfte in Dänemark (5) ein 1:1. Jon Dahl Tomasson (27., Foulelfmeter) brachte die Dänen in Front, Nihat (70.) egalisierte nach Jesper Grönkjaers Platzverweis (31.) gegen nur noch zehn Dänen.

Frankreich holt auf

Ex-Europameister Frankreich besserte seine Chancen in der Gruppe 3 durch ein 2:0 auf Zypern auf. Sylvain Wiltord (38.) und Thierry Henry (72.) waren für die "Equipe Tricolore" erfolgreich, die durch den Erfolg auch den Posten ihres in die Kritik geratenen Trainers Raymond Domenech sicherer machte. Knapp vor den punktgleichen Franzosen übernahm Irland (beide 8) durch ein 2:0 über die Färöer Inseln die Spitzenposition. Die spielfreie Schweiz (5) folgt auf Rang drei.

Die Niederlande (7) und Tschechien (6) stellten in Gruppe 1 den Anschluss zum Führungsduo Finnland und Rumänien (je 9) her. "Oranje" besiegte Finnland 3:1, Ruud van Nistelrooy (41./63.) traf doppelt. Zu Tschechiens 3:0 in Armenien steuerten die Dortmunder Bundesliga- Profis Jan Koller (3./76.) und Tomas Rosicky (30.) alle Tore bei.

Schweden sichert Gruppenführung

In Gruppe 6 untermauerten England (10) und Polen (9) ihre Top-Positionen. Polen siegte in Wales knapp mit 3:2. Michael Owen (22.) bewahrte die ohne David Beckham (verletzt) angetretenen Engländer beim 1:0 in Aserbaidschan vor peinlichen Punktverlusten. Diese leistete sich in Gruppe 7 beim 0:0 in Litauen erneut Spanien, das mit 5 Zählern hinter Serbien-Montenegro (7) und Litauen (5) lediglich Dritter ist. In Gruppe 8 sicherte sich Bulgarien (7) durch das 4:1 über Malta seinen zweiten "Dreier". Zweifacher Torschütze war Bayer Leverkusens Goalgetter Dimitar Berbatow (28./58.). Die Gruppenführung übernahm aber Schweden (9) durch einen glatten 4:1-Erfolg auf Island.

DPA / DPA

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