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WM-Test: Klose spielt gegen Japan

Miroslav Klose ist am Nachmittag wieder in den Kreis der Nationalmannschaft zurückgekehrt. Der WM-Hoffnungträger war am Vorabend vorzeitig aus privaten Gründen aus dem Trainingslager in Genf abgereist.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat am Dienstag nach der Anreise aus Genf zunächst ohne Stürmer Miroslav Klose das neue Quartier in Düsseldorf bezogen. Der Bremer kehrte allerdings am Nachmittag wieder in den Kreis der Fußball-Nationalmannschaft zurück. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Düsseldorf mitteilte, wird Klose am Abend im WM-Testspiel gegen Asienmeister Japan in Leverkusen in der Startformation stehen. In einer vom DFB verbreiteten Stellungnahme erklärte Klose: "Es waren private Gründe, die mich veranlasst haben, nach Hause zu fliegen. Die Angelegenheit konnte schnell und problemlos geklärt werden. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich zu Details und Spekulationen nicht äußern möchte."

Klose war nach dem Abschlusstraining der Nationalelf am Montag in Genf mit Zustimmung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann "wegen einer Privatangelegenheit" vorzeitig nach Deutschland zurückgereist, wie der DFB bestätigte. Hintergründe der Blitzreise wurden zunächst nicht bekannt. Ob der Bundesliga-Torschützenkönig gegen Japan auch zum Einsatz kommen wird, war am Vormittag zunächst noch unklar. Kloses Berater Axel Schütt machte Jürgen Klinsmann aber bereits am Dienstagmittag Hoffnung auf ein Mitwirken seines Schützlings: "Die privaten Dinge, die es zu regeln galt, sind erledigt."

Auch für Japan beginnt der Ernstfall

"Es sieht so aus, dass er spielt", hieß es aus dem DFB nach der Landung der Nationalmannschaft auf dem Düsseldorfer Flughafen. Der deutsche WM-Kader bezog anschließend im "Hilton"-Hotel Quartier. Dort wird man bis zum letzten WM-Testspiel am kommenden Freitag in Mönchengladbach gegen Kolumbien wohnen. Bei der Ankunft am Hotel empfingen nur wenige Fans das DFB-Team.

Für Asien-Champion Japan sind Erfolge wie beim Confederations Cup 2005 mit dem 1:0 über Fußball-Europameister Griechenland oder dem 2:2 gegen Welttitelträger Brasilien Vergangenheit. Spätestens mit der Testpartie am Dienstag (20.30 Uhr) in Leverkusen gegen WM-Gastgeber Deutschland beginnt für das Team des brasilianischen Trainers Zico der Ernstfall.

"Einige Dinge ausprobieren"

"Wenn man zwei Wochen vor WM-Beginn gegen den Gastgeber spielt, kann es auch zu einem schockierenden Ergebnis kommen", sagte er am Montagabend nach dem Abschlusstraining mit Blick auf das 7:0 der DFB-Elf gegen Luxemburg. "Es geht nicht um einen Sieg oder drei Punkte. Wir wollen einige Dinge ausprobieren", meinte Zico.

DPA/kbe

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