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Schwimm-Desaster: "Das ist traurig anzusehen"

Auch am dritten Olympia-Wettkampftag hat sich das deutsche Schwimm-Debakel im "Wasserwürfel" von Peking fortgesetzt. Der Cheftrainer versucht jetzt, die Athleten bei der Ehre zu packen. Aber die reagieren eher trotzig als einsichtig. Das Team steht vor der Selbstzerfleischung.

Ein energischer "Weckruf" soll bei Deutschlands gefrusteten Schwimmern für olympische Schadensbegrenzung sorgen. Cheftrainer Örjan Madsen appellierte nach weiteren Totalausfällen und einer Leistungsexplosion der Konkurrenz am Montag in der Teambesprechung mit einer "deutlichen und klaren Ansprache an den Ehrgeiz und den Stolz" der Athleten. Madsen: "Sie lassen sich die Butter vom Brot nehmen. Das ist ja traurig anzusehen. Sie sollen sich endlich den Mut nehmen, rausgehen und zeigen, was sie können."

Britta Steffen soll die Wende schaffen

Beim Rekord-Festival der Schwimm-Elite setzte die WM-Zweite Annika Lurz die deutsche Pleiten-Serie mit dem Vorlauf-K.o. über 200 Meter Freistil fort. Britta Steffen soll am Mittwoch die Wende zum Guten schaffen. Als erster deutscher Schwimmer erreichte Paul Biedermann über 200 Meter Freistil ein Einzel-Finale.

Die US-Boys mit Superstar Michael Phelps feierten nach einem sensationellen Weltrekord Gold mit der Freistilstaffel. Das Quartett schwamm 3:08,24 Minuten über 4 x 100 m und pulverisierte die eigene alte Marke um 3,99 Sekunden. Madsen nannte es "überirdisch" und eine "neue Sternstunde des Schwimmsports".

In Peking purzeln die Rekorde

Die Amerikaner fielen sich nach dem Thriller mit den Europarekord (3:08,32) schwimmenden Franzosen überglücklich in die Arme und schrien ihre ganze Freude in die Welt. Präsident George W. Bush, Ehefrau Laura und Tochter Barbara schwenkten auf der Tribüne begeistert US-Fähnchen. "Es war unvorstellbar", sagte Phelps. Schluss-Schwimmer Jason Lezak erhielt ihm den Traum von achtmal Gold. Der Australier Eamon Sullivan hatte das Fabel-Rennen als Start-Schwimmer in 47,24 Sekunden mit einem 100-m-Weltrekord eröffnet.

Acht Weltrekorde und acht Europarekorde gab es in Peking bis zum zweiten Finaltag. Mit Weltrekord von 58,91 Sekunden schwamm der Japaner Kosuke Kitajima wie in Athen zu Gold über 100 m Brust. Kirsty Coventry aus Simbabwe in 58,77 Sekunden über 100 m Rücken und die Italienerin Federica Pellegrini in 1:55,45 Minuten über 200 m Freistil markierten schon in den Halbfinals Weltbestzeiten. Der Frankfurter Helge Meeuw, im Vorlauf gescheitert, verlor seinen Europarekord über 100 m Rücken an den Russen Arkadi Wjatschanin (53,06). Für eine Überraschung sorgte die Britin Rebecca Adlington mit Gold über 400 m Freistil. Lisbeth Trickett gewann die 100 m Schmetterling.

Deutsche schwimmen hinterher

Immer mehr in Erklärungsnotstand gibt es beim deutschen Team. Annika Lurz blieb als Vorlauf-22. 4,3 Sekunden über ihrer Bestzeit. "Dazu kann man nichts sagen", bemerkte sie. Ihre sportliche Zukunft ließ die 28-Jährige offen: "Ich weiß es nicht." Petra Dallmann schied als 24. ebenso aus wie die deutsche Meisterin Katharina Schiller (30.) und Sonja Schöber (34.) über 200 m Lagen.

"Ich kann ja nichts dafür, dass uns die Weltelite derart enteilt ist", sagte Antje Buschschulte nach ihrem Halbfinal-Aus als 15. in 1:01,15 Minuten über 100 m Rücken. Fest steht für die Magdeburgerin, WM-Zweite 2005 und Weltmeisterin 2003, nur eines: "Anzüge machen nicht diese Dimensionen aus." Sie hatte eine schlechte Nacht hinter sich: "Ich war auch nicht in der Lage, andere zu trösten, den Nachtschlaf zu finden und dann am Morgen noch schnell zu schwimmen."

Im Vorlauf (1:00,48) hatte sie gezeigt, dass sie schneller sein kann. Biedermann hat einen möglichen Grund für das schlechte Abschneiden in mangelnder Wettkampfpraxis und Wettkampfhärte ausgemacht. "Du musst dich mit den Besten messen", sagte der Europameister. "Da müssen wir noch einiges machen."

DPA / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(