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Olympia kompakt - Tag 3: Höfl-Riesch nach kleinen Fehlern zunächst auf Platz fünf

Was ist passiert in Sotschi? Wer hat Gold geholt, wer nur Blech? Hier erfahren Sie alles über die Ereignisse des aktuellen Wettkampftages.

+++ 11.33 Uhr: Sorge um Skispringerin Ernst +++

Gianina Ernst muss um ihren Start bei der Olympia-Premiere der Skispringerinnen an diesem Dienstag bangen. Die mit 15 Jahren jüngste Teilnehmerin der Sotschi-Spiele konnte am Montag wegen erhöhter Temperatur nicht das Abschlusstraining auf der Normalschanze absolvieren. "Sie schwächelt ein bisschen", berichtete Bundestrainer Andreas Bauer. Immerhin meldete sich Ulrike Gräßler nach einem fiebrigen Infekt am Montag fit für ihre ersten Übungssprünge. "Sie ist von den Teamärzten behandelt worden, aber noch total matschig in den Beinen", erklärte Bauer.

+++ 11.19 Uhr: Shorttracker Seifert in erster Runde raus +++

Robert Seifert ist gleich zum Auftakt der olympischen Shorttrack-Rennen über 1500 Meter ausgeschieden. Der Dresdner belegte in seinem Vorlauf den vierten Platz, nur die besten Drei erreichten das Halbfinale. "Es ist nicht meine Spezialstrecke. Das ist in etwa so, als würde Usain Bolt die 400 Meter Hürden laufen. Ich habe alles versucht, aber hinten raus fehlten die Kräfte", gab 500-Meter-Spezialist Seifert zu.

+++ 10.34 Uhr: IOC rügt Trauerflor +++

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Norwegens Langläuferinnen ermahnt, weil sie im Skiathlon am vergangenen Samstag einen Trauerflor getragen hatten. Anlass war der Tod des Bruders der Langläuferin Astrid Jacobsen. IOC-Sprecher Mark Adams erklärte am Montag, das Nationale Olympische Komitee Norwegens habe wegen der schwarzen Armbinden einen Brief erhalten. Damit sei die Angelegenheit abgeschlossen. Das IOC verbot außerdem Aufkleber, in denen an den Tod der vor zwei Jahren verunglückten kanadischen Ski-Freestylerin Sarah Burke erinnert wird. Adams sagte, die Sportler sollten einen besseren Platz finden, um ihre Trauer auszudrücken.

+++ 10.23 Uhr: Auch Nystad und Bing für Langlauf-Sprint nominiert +++

Die deutschen Langläufer besetzen alle Plätze bei der olympischen Sprint-Entscheidung am Dienstag in Krasnaja Poljana. Bundestrainer Frank Ullrich gab am Montag bekannt, dass auch Claudia Nystad (Oberwiesenthal) und Thomas Bing (Dermbach) die Qualifikation für das Freistil-Rennen in Angriff nehmen. Als feste Starter hatte er schon vor Olympia die Spezialisten Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Lucia Anger (Oberstdorf) und Hanna Kolb (Buchenberg) bei den Damen sowie Josef Wenzl (Zwiesel), Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) und Tim Tscharnke (Biberau) bei den Herren nominiert.

Nystad bestreitet acht Jahre nach ihrem Olympia-Silber im Sprint von Turin wieder ein Kurzstrecken-Einzelrennen bei einem Großereignis. 2003 war sie bei der WM in Val di Fiemme ebenfalls Zweite in der freien Technik geworden. Bei Olympia in Vancouver vor vier Jahren hatte Nystad gemeinsam mit Evi Sachenbacher-Stehle Gold im Teamsprint gewonnen.

+++ 09.17 Uhr: Vesper hält an Medaillenvorgabe fest +++

Chef de Mission Michael Vesper sieht trotz einiger deutscher Enttäuschungen an den ersten beiden Wettkampftagen der Olympischen Winterspiele in Sotschi keinen Grund, am Medaillenziel zu rütteln. "Das ist zu früh", sagte er im Deutschen Haus von Krasjana Poljana. "Die ersten Olympia-Tage zeigen, dass jeder Wettkampf ein Abenteuer gegen immer besser gewordene Gegner ist." Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) strebt 30 Medaillen wie 2010 in Vancouver an.

Einmal Gold durch den Rodler Felix Loch und zwei vierte Plätze durch seinen Schlitten-Kollegen Andi Langenhan und Eisschnellläuferin Claudia Pechstein "sind aber nicht so schlecht", meinte Vesper. "Ich erhoffe mir, dass Felix den Eisbrecher gemacht hat und weitere Erfolge dazukommen."

+++ 8.49 Uhr: Curler schrammen nur knapp an Sensation vorbei +++

Die deutsche Curling-Mannschaft hat eine Auftaktüberraschung gegen Kanada nur knapp verpasst. Das Team um Skip John Jahr musste sich dem Goldmedaillengewinner von Vancouver am Montag mit 8:11 geschlagen geben, bot den Nordamerikanern dabei aber gut Paroli. Im "Ice Cube" lagen die Deutschen nach dem dritten End sogar mit 4:2 in Führung, ehe die Kanadier ihre Klasse ausspielten. Im achten und neunten End kamen die Außenseiter nochmals heran, doch mit dem letzten Stein rettete der Favorit mit Skip Brad Jacobs den Sieg.

+++ 08.49 Uhr: Höfl-Riesch mit kleinen Fehlern +++

Das wird spannend. In der Abfahrt, dem ersten Teil der Super-Kombination, hat Maria Höfl-Riesch die Strecke mit kleinen Fehlern bewältigt. Bei keiner Zwischenzeit lag die Deutsche vorn. Nach einer Aufholjagd im Mittelteil des Rennes verlor Riesch kurz vor dem Ziel entscheidende Zehntel. Sie kam mit einer Zeit von 1:42,72 als Fünfte ins Ziel, knapp eine halbe Sekunde hinter der Schweizerin Lara Gut und rund eine Sekunde hinter der US-Amerikanerin Julie Mancuso.

"Das war sicher nicht perfekt, aber eine gute Steigerung zum Training", sagte Höfl-Riesch und kündigte für den abschließenden Slalom (12 Uhr MEZ) an. "Jetzt gibt es nur volle Attacke, volles Risiko."

Höfl-Rieschs Rückstand auf die drittplatzierte Maze beträgt knapp zwei Zehntelsekunden. Nach einem Fehler im oberen Streckenteil fuhr die 29-Jährige im mittleren Teil stark, verlor im Flachstück vor dem Ziel aber wieder Zeit.

+++ 07.40 Uhr: Fis entscheidet über Protest nach Skiathlon +++

Der Internationale Skiverband (FIS) will zügig über den russischen Protest gegen die Ergebnisse im Skiathlon der Langlauf-Männer befinden. FIS-Sprecher Michal Lamplot bestätigte am Montag den Eingang des Protests und erklärte, der Verband habe 72 Stunden Zeit für eine Entscheidung. Man werde sich aber schon am Montagnachmittag damit befassen, "da alle auf die Entscheidung warten", sagte Lamplot. Aus Sicht des russischen Verbandes hatte der drittplatzierte Norweger Martin Johnsrud Sundby am Sonntag beim Zielsprint den Russen Maxim Wylegschanin behindert. Ein erster Protest wurde unmittelbar nach dem Rennen von der Jury abgewiesen.

kng/DPA / DPA

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