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Australian Open: Monster-Brüller zum Finaleinzug

Justine Henin und Serena Williams stehen im Endspiel der Australian Open. Die Belgierin deklassierte im Halbfinale Zheng Jie aus China, "La Williams" musste dagegen an die Grenzen gehen, um ins Finale einzuziehen - danach brachen alle Dämme. Bei den Herren steht ein Brite im Finale.

Titelverteidigerin Serena Williams und die überraschend starke Rückkehrerin Justine Henin stehen im Endspiel der Australian Open. "Heute hat wirklich alles wunderbar geklappt", sagte die 27-jährige Henin, die beim 6:1, 6:0 gegen die überforderte Chinesin Jie Zheng überhaupt keine Probleme hatte. Nur 51 Minuten dauerte die Partie gegen die ebenfalls ungesetzte Nummer 35 der Weltrangliste, die vor zwei Jahren in Wimbledon als erste Chinesin in ein Grand-Slam-Halbfinale eingezogen war und auch den zweiten Vergleich mit Henin verlor. "Ich habe von Match zu Match gedacht und bin froh und überrascht, wie gut es schon wieder gelaufen ist", meinte die zierliche Belgierin, die erst Anfang des Jahres nach 20-monatiger Pause auf die Tennis-Tour zurückgekehrt ist.

Die 28-jährige Serena Williams musste mächtig kämpfen, ehe sie das erste Finale gegen Henin erreicht hatte. "Ich war heute nicht besonders gut", gab sie unumwunden zu. Erst nach 2:02 Stunden hatte sie die zweite Chinesin im Melbourne-Halbfinale, Na Li, in einem Tiebreak-Krimi 7:6 (7:4), 7:6 (7:1) ausgeschaltet. Den glücklichen Sieg feierte die topgesetzte Williams mit einem markerschütternden Schrei der Erlösung, der weit über die Rod-Laver-Arena hinaus zu hören war. Na Li zeigte in ihrem ersten Halbfinale bei einem Grand-Slam-Tennisturnier eine beachtliche Vorstellung und wehrte vier Matchbälle ab, bevor sie der Routine und Kraft ihrer Gegnerin untererlegen war.

"Sie ist eine unheimliche Kämpferin, das wusste ich von den bisherigen Spielen", meinte Serena Williams, die von den fünf Vergleichen mit der an Nummer 16 gesetzten Na Li nur einen, 2008 in Stuttgart, verloren hat. Für die Amerikanerin ist es das fünfte Finale bei den Australian Open, die sie viermal gewonnen hat. Justine Henin stand zweimal im Endspiel - und gewann 2004 in Melbourne einen ihrer insgesamt sieben Grand-Slam-Titel. Im direkten Vergleich führt Williams nach Siegen mit 7:6.

Murray im Herren-Finale

Der Schotte Andy Murray steht am Sonntag zum zweiten Mal in seiner Karriere im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. Im Halbfinale der Australian Open in Melbourne gewann der 22-Jährige gegen den ein Jahr jüngeren Marin Cilic aus Kroatien mit 3:6, 6:4, 6:4, 6:2. Sein Gegner wird am Freitag zwischen dem Weltranglistenersten Roger Federer aus der Schweiz und Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) ermittelt.

Murray hatte 2008 das Finale der US Open gegen Federer verloren. "Gegen beide muss man erstmal solide spielen und darf sich keine dummen Sachen erlauben, denn das wird sofort bestraft", sagte Murray, der nun bis zum Finale zwei Tage Pause hat. Im Match gegen Cilic musste Murray seinen ersten Satz im laufenden Turnier abgeben. Ab dem zweiten Satz diktierte er dann aber zunehmend das Geschehen gegen den Weltranglisten-14. aus Kroatien.

DPA/SID/kbe

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