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Basketball: Brose Baskets Bamberg gewinnen den Pokal

Nach dem vorgezogenen Finale gegen Ulm hatten die Brose Baskets Bamberg wenig Mühe mit Gegner Telekom Baskets Bonn und dürfen sich zum dritten Mal in Folge Pokalsieger nennen. Der 82:73-Erfolg war jedoch nur der erste Schritt auf dem Weg in die Geschichtsbücher. Denn das dreifache Double soll nun folgen.

Die Brose Baskets Bamberg haben mit dem 82:73 (46:35)-Erfolg gegen Gastgeber Telekom Baskets Bonn den dritten Pokalerfolg in Serie eingefahren und ihre Ausnahmestellung im deutschen Basketball eindrucksvoll bestätigt. Zudem wahrte der amtierende Meister die Chance aufs historische dreifache Double.

Für die Franken war es der fünfte nationale Titel nacheinander, bislang ist es noch nie einer deutschen Mannschaft gelungen, in drei aufeinanderfolgenden Jahren sowohl den Pokal als auch die Meisterschaft zu gewinnen. "Wir bleiben hungrig, jetzt wollen wir in der Meisterschaft den Titel", sagte Kapitän Casey Jacobsen.

"Fünf Titel in zweieinhalb Jahren, das ist eine grandiose Geschichte", sagte Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder. Ausgelassen feierten die Bamberger den nächsten Coup. Trainer Chris Fleming musste sich der obligatorischen Sektdusche unterziehen, Karsten Tadda schnitt traditionell das Netz vom Korb ab und trug den Stoff wie eine Trophäe um den Hals. "Das war heute eine große Energieleistung meiner Mannschaft", lobte Fleming.

Für Bonn geht es um die Playoffs

Bonns Coach Michael Koch war enttäuscht, richtete den Blick aber schnell nach vorne. "Das war die Zwischenmahlzeit, das Hauptessen ist die Liga und da wollen wir in die Playoffs", meinte der Europameister von 1993. Bester Werfer beim jetzt viermaligen Pokalsieger Bamberg war Marcus Slaughter mit 17 Punkten. Bei den Bonnern, für die es die dritte Finalniederlage nach 2005 und 2009 war, kam Talor Battle auf 19 Zähler. Die Rheinländer warten damit weiter auf den ersten Titel der Vereins-Historie.

Platz drei sicherte sich der Bundesligazweite ratiopharm Ulm. Das Team von Trainer Thorsten Leibenath entschied das kleine Finale gegen den Vorjahresfinalisten New Yorker Phantoms Braunschweig mit 85:68 (38:45) für sich. Bester Werfer im Leibenath-Team war Roderick Trice mit 19 Punkten. Bei den Braunschweigern kam Michael Umeh auf 31 Zähler.

Die Bamberger hatten sich im Halbfinale am Samstagabend in einer hochklassigen und dramatischen Partie mit 99:96 nach Verlängerung gegen Ulm durchgesetzt. "Das war Werbung für den deutschen Basketball", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. Bonn hatte das Endspiel mit einem 77:64 gegen ersatzgeschwächte Braunschweiger erreicht.

Finale verläuft enttäuschend

Hatte das verweggenommene Finale zwischen Bamberg und Ulm noch Basketball vom Feinsten geboten, so war das Endspiel vor allem vor der Pause nicht schön anzusehen. Viele Nickeligkeiten und Fouls prägten das Geschehen, so dass nur selten Spielfluss aufkam.

Die Bamberger erwischten den deutlich besseren Start und gingen mit einer Elf-Punkte-Führung in die Pause (46:35). Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Telekom Baskets noch einmal auf und kamen schnell auf sechs Zähler heran (40:46). Immer, wenn es etwas enger wurde, zeigte Bamberg aber seine Klasse. "Uns ist es gelungen, Bonn ständig auf Distanz zu halten", lobte Fleming.

6000 Zuschauer verfolgen das Turnier

Auch dieses Mal setzten sich die Franken schnell wieder ab und lagen vor dem Schlussviertel wieder beruhigend vorne (59:47). Da Bonn zudem mit Foulprobleme zu kämpfen hatte und in Center Chris Ensminger einen seiner wichtigsten Spieler lange auf der Bank lassen musste, geriet der Erfolg des Titelverteidigers nicht mehr in Gefahr.

Die BBL-Verantwortlichen zeigten sich mit der Veranstaltung im an beiden Tagen mit jeweils 6000 Zuschauern ausverkauften Telekom Dome sehr zufrieden. Auch in Zukunft soll der Pokalsieger daher in einem Top Four ermittelt werden. Um die Ausrichtung Veranstaltung 2013 haben sich nach Angaben von BBL-Präsident Thomas Braumann vier Clubs beworben. Unter anderem sollen Ulm, München und Braunschweig Interesse haben.

sportal.de / sportal

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