Basketball-WM "Noch nicht richtig durchgezogen"


Nicht souverän, aber erfolgreich: Deutschlands Korbjäger sind am Samstag in Hiroshima mit einem glanzlosen 81:70-Sieg über Gastgeber Japan in die Basketball-WM gestartet. Erfolgreichster Werfer war NBA-Star Dirk Nowitzki.

"Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Denn es ist immer wichtig, mit einem Sieg in ein solches Turnier zu starten", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann nach dem pflichtgemäßen Erfolg des Vize-Europameisters gegen die international nur zweitklassigen Japaner.

"Wir haben das noch nicht so richtig durchgezogen. Aber so richtig eng wurde es auch wieder nicht", meinte Deutschlands NBA-Star Dirk Nowitzki. Mit 27 Korbpunkten und 10 Rebounds war der 2,13 Meter große Würzburger von den Dallas Mavericks wie erwartet die dominierende Figur auf dem Parkett der mit 10 000 Zuschauern ausverkauften "Green Arena". In dem für Chimki Moskau spielenden Kapitän Ademola Okulaja, dem 11 Punkte und 12 Rebounds gelangen, hatte Nowitzki seinen wirkungsvollsten Assistenten.

"Glücklich, dass wir ihn haben"

Mit 15 seiner 27 Punkte allein im ersten Viertel sorgte Nowitzki für die nötige Sicherheit und den Grundstein zur 34:20-Führung nach den ersten zehn Minuten. Bereits bis zur Pause brachte Bauermann sämtliche zwölf Spieler zum Einsatz und gönnte Superstar Nowitzki längere Verschnaufpausen auf der Bank. "Dirk ist ein Traum für jeden Trainer. Er macht immer das Richtige und war einfach nicht zu stoppen. Er ist eben ein Teamplayer und wir sind glücklich, dass wir ihn haben", lobte Bauermann sein Juwel ebenso wie den Kampfgeist der Japaner, die beim 64:56 (30.) bis auf acht Punkte herankamen. Bauermann: "Es war beeindruckend, wie sie nie aufgaben und uns das Leben schwerer als erwartet gemacht haben."

Unter dem Strich war Nowitzki auch mit seiner eigenen Leistung zufrieden. "Für mich war es wichtig, gut ins Turnier zu starten und meinen Rhythmus zu finden", sagte der Würzburger, der 10 seiner 19 Würfe aus dem Feld traf und nur von der Freiwurflinie (5 von 9) schwächelte. "Einen Spieler wie Nowitzki kann man kaum verteidigen", lobte auch Japan-Coach Zeljko Pavlicevic, der den Deutschen bei der WM viel zutraut: "Sie haben nicht nur Nowitzki, sondern auch andere Spieler von großem Format und werden eine gute Rolle bei der WM spielen."

Nächster Gegner Neuseeland

Beweisen können es Nowitzki & Co. bereits am (morgigen) Sonntag (09.00 Uhr MESZ/DSF) im zweiten Vorrundenspiel gegen Neuseeland. Bauermann hat jedenfalls großen Respekt vor dem Vierten der letzen WM 2002: "Sie können eine große Überraschung bei diesem Turnier werden. Es wird auf jeden Fall ein schweres Spiel." Der Ozeanien-Meister muss allerdings auf Mark Dickel verzichten, der wegen eines Dopingvergehens (Cannabis-Missbrauch) vom Weltverband FIBA für die ersten drei WM-Spiele gesperrt wurde.

DPA


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