HOME

Biathlon-Weltcup: Neuner läuft sich in Form

Biathletin Magdalena Neuner kommt nach dem verpatzten Saisonstart langsam in Form: Beim Weltcup in Slowenien lief sie in der Verfolgung auf den zweiten Platz und schloss damit ein erfolgreiches Wochenende ab.

Magdalena Neuner riss die Arme in die Höhe und strahlte trotz eisiger Kälte über das ganze Gesicht: Nach Platz drei im Sprint setzte die sechsmalige Weltmeisterin beim Biathlon-Weltcup im slowenischen Pokljuka am Sonntag im Verfolgungsrennen noch einen drauf und machte als Zweite hinter der russischen Doppelsiegerin Swetlana Slepzowa ihr eindrucksvolles Comeback perfekt. "Vor allem das letzte Stehend-Schießen hat mich sehr gefreut. So kann ich gut in die Weihnachtspause gehen", sagte die 22-Jährige, die nach einem grippalen Infekt erst mit Verspätung in den Olympia-Winter gestartet war.

Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) als Neunte und Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Zehnte komplettierten das starke Ergebnis für das deutsche Team, das nach dem ersten Podestplatz durch Neuner am Samstag wie befreit wirkte. "Ich denke, das hat dem ganzen Team gut getan. Wir wissen, dass wir aufs Podest laufen können und das ist wichtig", sagte die Wallgauerin. Das sah auch Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang so: "Der Podestplatz war wichtig für die ganze Mannschaft."

Während die dreifache Olympiasiegerin Wilhelm in der Verfolgung noch vier Plätze einbüßte, stürmte Henkel nach ihrem enttäuschenden 43. Rang vom Samstag mit nur einem Schießfehler noch unter die Top Ten. Simone Hauswald (Gosheim) wurde Elfte, Tina Bachmann (Schmiedeberg) 19. und Juliane Döll (Oberhof) 24.

Magdalena Neuner war nach dem für sie perfekten Wochenende happy. "Es ist schön, dass ich mit der erfüllten Olympia-Norm und zwei Podestplätzen in die Festtage gegen kann", sagte die bayerische Frohnatur, die auch privat wieder ihr Glück gefunden zu haben scheint. "Ja, es stimmt! Ich bin glücklich", sagte sie der "Bild am Sonntag" zu Spekulationen über einen neuen Freund.

Sportlich beseitigte Neuner bei Temperaturen um Minus 15 Grad alle Zweifel an ihrer Form. "Die Beine tun endlich wieder weh, so muss es sein. Ich muss mich bei den Anstiegen wieder richtig quälen", sagte die 14-fache Weltcup-Gewinnerin. "Ich habe das Rennen relativ ruhig angehen lassen und wollte mich auf meinen Wettkampf konzentrieren. Das hat sehr gut geklappt", meinte Neuner. Nach zwei freien Tagen will der deutsche Biathlon-Star auch zwischen Weihnachten und Neujahr trainieren, um den Aufschwung auch beim ersten Weltcup 2010 in Oberhof (6. bis 10. Januar) fortzusetzen.

Lars Reinefeld/DPA / DPA

Wissenscommunity