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Schadenersatzklage abgewiesen BGH lässt Eisschnellläuferin Pechstein abblitzen

Claudia Pechstein im Januar im Oberlandesgericht München
Vom BGH-Urteil tief enttäuscht: Claudia Pechstein, hier im Januar im Oberlandesgericht München.
© Andreas Gebert/DPA
Niederlage für Claudia Pechstein. Der BGH hat die Schadenersatzklage der Eisschnellläuferin gegen den Verband ISU zurückgewiesen. Das Urteil hat auch für andere Sportler Konsequenzen.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe eine Niederlage einstecken müssen. Das höchste deutsche Zivilgericht wies am Dienstag die Schadenersatzklage der Berlinerin wegen ihrer Doping-Sperre gegen den Eislaufverband ISU zurück. Die Konsequenz aus der Entscheidung ist, dass Sportler auch künftig Urteile des Internationalen Sportgerichtshofes nicht in Deutschland anfechten können.

Zugang zu Schweizer Gerichten möglich

Pechsteins Klage war zuvor vom Oberlandesgericht München angenommen worden. Die ISU war dagegen in Revision gegangen. "Wir sind tief enttäuscht. Das war noch nicht das letzte Wort", erklärte der Anwalt der 44 Jahre alten Berlinerin, Thomas Summerer, nach dem BGH-Urteil.

Der BGH teilte nach der Verkündung des Richterspruchs mit: "Schließlich ist der Klägerin im Anschluss an das Schiedsgerichtsverfahren Zugang zu den nach internationalem Recht zuständigen schweizerischen Gerichten möglich. Ein Anspruch gerade auf Zugang zu den deutschen Gerichten besteht danach nicht."

Claudia Pechstein will weiterkämpfen

Mit dem Urteil gibt es auch künftig für Sportler in Deutschland keine Wahlmöglichkeit zwischen Sportschieds- und Zivilgerichten. Pechsteins Fall kann nun am Oberlandesgericht München nicht neu aufgerollt werden. Die Berlinerin, die sich mit ihrer Klage gegen ihre Zweijahressperre durch die ISU ohne positiven Befund wehrte, kündigte an, sich nun an das Bundesverfassungsgericht zu wenden. Die 44-Jährige behauptet, nie gedopt zu haben, und verklagte die ISU auf Schadenersatz in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro.

Internationale Hämatologen hatten den Nachweis geführt, dass Pechsteins Blutwerte nicht durch Doping, sondern durch eine vom Vater geerbte Blutanomalie hervorgerufen wurden. 

mad DPA

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