Indian Wells Haas mit Toiletten-Taktik ins Viertelfinale


Thomas Haas verzückt in Indian Wells die Zuschauer und spielt sich endlich wieder ins Viertelfinale eines großen Turniers. Mit erfolgreicher Toiltetten-Taktik schlägt der Hamburger in einem mitreißenden Match den Schotten Andy Murray im Achtelfinale des ATP-Turniers.

Thomas Haas hat das Viertelfinale des ATP-Masters-Turnier in Indian Wells erreicht. Dank einer erfolgreichen "Toiletten-Taktik" hat er seine Siegesserie in Indian Wells ausgebaut. Am Mittwoch schlug der Hamburger im Achtelfinale Andy Murray in einer spannenden Begegnung mit 2:6, 7:5, 6:3. Die Revanche für die Drei-Satz-Niederlage gegen den Schotten vor einem Jahr im Viertelfinale an gleicher Stelle ist geglückt. Dabei war Haas, der wie Murray nach seinem Drittrundenmatch am Dienstag nur 16 Stunden Pause hatte, gegen den Weltranglisten-Elften zunächst chancenlos und verlor den ersten Satz nach 33 Minuten klar mit 2:6.

"Ich war überhaupt nicht zufrieden mit meiner Leistung, habe dann eine Toiletten-Pause eingelegt und mir dabei gesagt, dass ich einfach aggressiver auftreten muss. Das hat dann geklappt", freute sich der 29-Jährige, der sich im zweiten Durchgang nicht davon irritieren ließ, dass er bei einer 5:3-Führung sein Service verlor.

Im Viertelfinale wartet Federer

Der dritte Satz wurde dann zu einer reinen Willensfrage. Bis zum 3:3 vergab Murray vier und Haas zwei Breakbälle. Die Entscheidung fiel, als der Deutsche dem 20-Jährigen bei einer 4:3-Führung den Aufschlag abnahm. Nach 2:13 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball zum größten Triumph seit seiner Schulteroperation am 16. November. Als "Belohnung" trifft Haas jetzt im Viertelfinale auf den Weltranglisten-Ersten Roger Federer aus der Schweiz, der sich gegen den Kroaten Ivan Ljubicic mit 6:3, 6:4 durchsetzte.

"Es ist immer großartig gegen Roger zu spielen. Ich denke, wenn ich einfach rausgehe, mein Tennis spiele und einige Big Points mache, habe ich vielleicht eine Chance", sagte Haas. Wie er hat sich auch Rafael Nadal durch eine erfolgreiche Revanche in die Runde der letzten Acht gespielt. Der Titelverteidiger aus Spanien besiegte Jo-Wilfried Tsonga im längsten Match des Tages nach 3:04 Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 7:5. Der Franzose hatte Nadal noch im Halbfinale der Australien Open düpert und im dritten Satz bereits mit 5:2 geführt.

"Ich kämpfe immer und um jeden Punkt. Aber diesmal hatte ich Glück. Denn wenn du mit 2:5 gegen so einen starken Aufschläger wie Tsonga zurückliegst, verlierst du normalerweise mit 3:6. Dieser Sieg war so wichtig für mich und gibt mir ganz viel Selbstbewusstsein", sagte Nadal, der jetzt gegen James Blake aus den USA spielt. Tsonga habe eine unglaubliche Vorhand und könne in die Top drei oder vier vorstoßen, lobte er seinen Kontrahenten, den diese Worte jedoch wenig trösteten.

DPA/ilk DPA

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