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NBA-Playoff: Mavericks entschärfen die "Raketen"

Mit 23 Punkten und 13 Rebounds hat ein überragender Dirk Nowitzki die Mavericks zum dritten Sieg in der ersten NBA-Playoff-Runde gegen die Houston Rockets geführt. Das Viertelfinale ist für Dallas nun greifbar nahe.

Mit einem überragenden Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks die Houston Rockets mit 103:100 geschlagen, in der ersten Playoff-Runde der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA ihren Heimfluch besiegt und mit nunmehr 3:2 Siegen die Weichen zum Einzug ins Halbfinale der Western Conference gestellt. Diesen kann das Team um Matchwinner Nowitzki (23 Punkte/13 Rebounds) in der Nacht zum Freitag (03.30/Premiere) mit dem vierten Sieg - in Houston - zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren perfekt machen. Ein eventuelles 7. Spiel fände am 7. Mai wiederum in Dallas statt.

Dabei kann die Mannschaft um den 26-jährigen deutschen Nationalspieler aus Würzburg NBA-Geschichte schreiben: Erst zum dritten Mal seit Einführung der "best of seven"-Serien in der Saison 1946/1947 kann ein Club nach zwei Heimniederlagen einen 0:2-Rückstand noch wettzumachen. Dies war bisher nur den Los Angeles Lakers (1969 gegen die Golden State Warriors) und Houston (1994 gegen die Phoenix Suns) gelungen.

Nowitzkis bisher beste Playoff-Vorstellung

"Wir wollten uns nach den zwei Auswärtssiegen nicht schon wieder vor eigenem Publikum blamieren. Deshalb haben wir noch mal eine Schippe draufgelegt und es hat geklappt", sagte Nowitzki nach seiner bisher besten Playoff-Vorstellung. Der 2,13 Meter große Allrounder versetzte die Dallas-Fans vor der Vereins-Rekordkulisse von 20 894 Zuschauern im American Airlines Center vor allem mit seinem krachenden "Dunking" 20 Sekunden vor Schluss zum vorentscheidenden 101:96 in Verzücken.

Dallas-Coach Avery Johnson bremste indessen die Euphorie nach dem hart umkämpften Prestige-Sieg im Texas-Derby. "Noch haben wir gar nichts erreicht. Die Serie ist noch nicht zu Ende", warnte Johnson, der sich über weitere fünf zweistellig punktende Spieler in seinem homogenen Team freuen konnte: Jerry Stackhouse (17), Josh Howard (17), Jason Terry (13), Michael Finley (12) und Marquis Daniels (11).

Sein tief enttäuschter Rocket-Kollege Jeff van Gundy hatte schon vor der bitteren Niederlage einen Tiefschlag hinnehmen müssen: Weil er nach dem vierten Spiel schwere Vorwürfe gegen die Schiedsrichter erhoben hatte, wurde er mit einer rekordverdächtigen Geldstrafe von 100 000 Dollar belegt. Van Gundy hatte Reportern gegenüber geäußert, er sei darüber informiert worden, dass die Referees vor allem Houstons chinesischen 2,26-Meter-Riesen Yao Ming "auf dem Kieker" hätten und ihn besonders beobachten würden. Punktemäßig (30) hatten die Verwürfe keinen Einfluss auf die Leistung des Chinesen. Jedoch von der Freiwurflinie, von der er nur 10 seiner 16 Versuche verwandelte. Neben ihm trafen nur noch Tracy McGrady (25) und Mike James (16) zweistellig.

Nur noch ein Sieg fehlt auch den San Antonio Spurs zum Vorstoß ins Halbfinale. Dank des herausragenden Tim Duncan (39 Punkte) gewannen die Spurs bei den Denver Nuggets (Earl Boykins/32) mit 126:115 nach Verlängerung und gingen 3:1 in Führung. Im Osten glichen die Washington Wizards durch den 106:99-Sieg gegen die Chicago Bulls zum 2:2 aus.

Reinhard Schwarz/DPA / DPA

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