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NFL: New England Patriots und New York Giants stehen im Super Bowl

Die diesjährige Auflage des Super Bowls hätte das Duell zweier Brüder sein können. Stattdessen kommt es zur Neuauflage des NFL-Finales von 2008. Schuld an dem Ausscheiden der Baltimore Ravens, trainiert von John Harbaugh, und den San Francisco 49ers mit Bruder Jim an der Seitenlinie, sind zwei Kicker.

Dank Kicker Lawrence Tynes haben die New York Giants für eine Neuauflage des Super Bowls von 2008 gesorgt und die Überraschungssaison der San Francisco 49ers abrupt im NFC Championship Game beendet. Tynes traf in der Verlängerung im Candlestick Stadium der 49ers zum 20:17-Endstand.

Damit gelang Tynes das Gleiche Kunststück wie 2008, auch vor dem letzten Super Bowl-Sieg der New Yorker hatte der Kicker im NFC Championship Game gegen die Green bay Packers in der Verlängerung für die entscheidenden Punkte gesorgt. "Das war mein zweites Championship Game und der zweite wichtige Playoff-Kick", freute sich Tynes bei ksl.com über die Wiederholung des Kunststücks.

Im strömenden kalifornischen Regen hatten sich die Teams zuvor ein Duell auf Augenhöhe geliefert, in dem die beiden Quarterbacks Eli Manning, mit 316 Yards und zwei Touchdowns, und Alex Smith, mit 196 Yards und zwei Touchdowns, eigene Ballverluste zwar vermieden, doch gerade Smith sah die Früchte einer großartigen Saison überraschend aus den buchstäblichen Händen gleiten.

Williams als tragische Figur

Dem erfolgreichen Field Goal war nämlich ein Ballverlust von San Franciscos Kyle Williams vorausgegangen. Der Wide Receiver und Returner hatte zwar einen Punt von Steve Weatherford aufnehmen können, diesen aber nach fünf Yards verloren. Fünf Spielzüge später waren dann die Träume der Kalifornier vom Super Bowl ausgeträumt.

"Alle haben mich getröstet und gesagt, dass dies nicht meine Schuld ist", so Kyle Williams, dem bereits im vierten Viertel ein Punt durch die Hosenträger gerutscht war, gegenüber sfgate.com. Seine Ballverluste sorgten am Ende für zehn Punkte der Gegner. "Ich bin stolz darauf, wie mein Team gespielt hat", stellte sich Coach Jim Harbaugh gegenüber sfgate.com vor seine Spieler.

Brady: "Ich war schlecht"

Damit verpasste er, wie sein Bruder John mit den Baltimore Ravens zuvor, den Einzug in den Super Bowl. Auch bei Baltimore hatte ein Kicker die Hauptrolle gespielt, jedoch versagten Billy Cundiff elf Sekunden vor dem Ende bei den New England Patriots die Nerven. Sein Kick aus 32 Yards Entfernung endete links von den Torstangen, die Patriots siegten im AFC Championship Game mit 23:20.

Für die entscheidenden Punkte hatte zuvor Quarterback Tom Brady gesorgt, als er aus einem Yard Entfernung kopfüber über seine Offensive Line, in der Right Tackle Sebastian Vollmer verletzungsbedingt erneut fehlte, hinweg in die Endzone der Ravens gesprungen war.

Ansonsten erlebte Brady einen weniger gelungenen Tag, er warf zwei Interceptions bei 239 Yards. "Ich war schlecht", erklärte er nach der Partie bei Twitter.com und bedankte sich bei der Defensive für den Sieg, der ihm die fünfte Teilnahme an einem Super Bowl bescherte. Bei den Quarterbacks war dies zuvor dem legendären John Elway gelungen. Dazu zog er nach Playoffsiegen (16) mit Joe Montana gleich. Vollmer ist dagegen erst der zweite Deutsche, der in einem NFL-Endspiel stehen könnte. 1983 und 1985 hatte Kicker Uwe von Schamann jeweils mit den Miami Dolphins verloren.

Die Defensive hatte sich das Lob redlich verdient: Nach Bradys Touchdown, als noch 27 Sekunden zu spielen waren, passte Ravens-Quarterback Joe Flacco in die Arme von Wide Receiver Lee Evans zum vermeintlich siegbringenden Touchdown. Doch Verteidiger Sterling Moore schlug Evans den Ball noch aus der Hand. Kurz danach erlebte Cundiff sein Waterloo "Dafür gibt es keine Entschuldigung. Ich habe meine Mannschaft im Stich gelassen, dass ist eine große Enttäuschung", meinte Cundiff. .

sportal.de / sportal

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