HOME

Tennis - French Open: Scharapowa wirft Petkovic raus - Nadal und Murray weiter

Kein Happy End in Paris: Andrea Petkovic hat den erstmaligen Einzug in ein Grand-Slam-Halbfinale verpasst. Gegen Maria Scharapowa war die Darmstädterin trotz taktischer Finte ohne Chance. Bei den Herren hat der Schotte Andy Murray als letzter die Vorschlussrunde erreicht.

Im Sandsturm von Paris hat Andrea Petkovic auch bei den French Open eine zwölf Jahre lange Durststrecke der deutschen Tennis-Damen nicht beenden können. Ihr Siegeszug auf der zeitweise heftig aufwirbelnden roten Asche endete am Mittwoch im Viertelfinale mit 0:6, 3:6 gegen die Russin Maria Scharapowa. Schon bei den Australian Open war der Darmstädterin im Januar der Sprung unter die letzten Vier bei einem der vier wichtigsten Turniere verwehrt geblieben. Zuletzt stand 1999 in Wimbledon mit Steffi Graf eine Deutsche im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers, kurz zuvor hatte die "Gräfin" in Roland Garros triumphiert.

Scharapowa trifft am Donnerstag auf die Chinesin Li Na, die 7:5, 6:2 gegen die Weißrussin Victoria Asarenka siegte. Die einstige Weltranglistenerste braucht nur noch zwei Erfolge, dann hätte sie als zehnte Spielerin der Tennis-Historie alle Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris, London und New York gewonnen. Im anderen Halbfinale stehen sich Titelverteidigerin Francesca Schiavone aus Italien und Lokalmatadorin Marion Bartoli aus Frankreich gegenüber.

Nadal und Murray ebenfalls weiter

Bei den Männern zog der Schotte Andy Murray als letzter Spieler ins Halbfinale ein. Der Weltranglistenvierte schaltete den Argentinier Juan Ignacio Chela mit 7:6 (7:2), 7:5, 6:2 aus. In der Vorschlussrunde trifft Murray auf den Weltranglistenersten Rafael Nadal. Der fünfmalige French-Open-Champion aus Spanien entschied die Revanche für das letztjährige Endspiel gegen den Schweden Robin Söderling für sich. Mit dem 6:4, 6:1, 7:6 (7:3) verhinderte Nadal eine weitere Pleite gegen Söderling, der ihn 2009 im Achtelfinale sensationell bezwungen hatte.

Im zweiten Semifinale stehen sich der Serbe Novak Djokovic und der Schweizer Roger Federer gegenüber. Djokovic kann mit einem Sieg in dem Top-Duell Nadal als Nummer eins ablösen.

0:4 nach vergebenem Breakball

Für Petkovic begann das Match auf dem Court Suzanne Lenglen bei strahlend blauem Himmel, aber einer böigen Brise denkbar schlecht. Die 23-Jährige machte zwar die ersten drei Punkte, gab dann aber trotz Aufschlags das erste Spiel noch ab. Die deutsche Nummer eins wirkte daraufhin verunsichert, streute viele Fehler ein und lag nach einem vergebenen Breakball nur wenig später 0:4 zurück. Auch im dritten Anlauf gab Petkovic ihren Aufschlag zum 0:5 ab, kurz darauf war nach nur 32 Minuten der erste Satz weg.

Die ganz in zartem Gelb angetretene Scharapowa zeigte von Beginn an neben präzisen Grundschlägen dicht an und auf die Linien auch ihre kämpferischen Qualitäten. Die bislang auf schnelleren Belägen stärkere 24-Jährige setzte Petkovic entweder mit ihren Returns sofort unter Druck oder brachte auch scheinbar gute Bälle noch zurück.

Auch Toilettenpause half nicht

Der Verlauf der Partie erinnerte an das vorige Aufeinandertreffen in Miami. Dort hatte die lange an der Schulter verletzte Scharapowa, die erstmals seit vier Jahren in einem Grand-Slam-Halbfinale steht, Petkovic nach verlorenem ersten Satz total beherrscht und sich für das Achtelfinal-Aus bei den Australian Open im Januar revanchiert.

Auch die beliebte taktische Finte der gut getimeten Toilettenpause nach dem desaströsen ersten Satz half Petkovic zunächst nicht, das Negativerlebnis abzuschütteln. Auch im zweiten Durchgang lag sie sofort 0:2 hinten, ehe ihr endlich der erste Spielgewinn und sogar das Rebreak zum 2:2 gelang. Petkovic schrie danach den Frust, aber auch die Freude heraus und klopfte sich mit der Faust gegen den Oberkörper. Die Partie war nun endlich ausgeglichener, obwohl Petkovic weiter große Mühe mit ihrem Service hatte und ständig Rückständen hinterherlief. Nachdem Scharapowa ihren Aufschlag zum 5:3 durchbrachte, versuchte die Weltranglisten-Zwölfte noch einmal alles - vergeblich.

mad/ins/DPA / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.