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US Sport: Hurrikan Irene sorgt für Chaos im US-Sport

Verschobene Tennis-Turniere, ins Wasser fallende Golfevents und nationale Notstandsmaßnahmen: Der Hurrikan Irene wirbelt an der amerikanischen Ostküste den kompletten Sportkalender durcheinander.

Der Skandal um das College-Team der Miami Hurricanes ist noch lange nicht vorbei, da sorgt schon der nächste Wirbelsturm für Aufruhr in der amerikanischen Sportwelt. Der Hurrikan Irene nähert sich der Ostküste und hat zu Notfallmaßnahmen in sechs Bundesstaaten geführt.

In North Carolina, Virginia, Delaware, Maryland, New Jersey und New York fürchten die Bewohner sich vor dem Wirbelsturm, der in der Karibik und vor allem auf den Bahamas schon eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat. Am Samstagnachmittag wird Irene in North Carolina erwartet, wo US-Präsident Barack Obama einen nationalen Notstand erklärt hat, der den Einsatz von Bundesbehörden erlaubt. 200.000 Menschen sollen hier evakuiert werden.

Sport steht unter diesen Umständen natürlich nicht an erster Stelle, und so werden die meisten Amerikaner froh sein, wenn ein paar abgesagte oder verlegte Wettkämpfe das größte Opfer sind, das sie bringen müssen.

Baseball, Football, Tennis, Golf - alle zittern vor Irene

Das Barclays, erstes Golfturnier der FedEx Cup-Playoffs der amerikanischen PGA Tour, konnte in New Jersey schon am Donnerstag wegen Regenunterbrechungen seine erste Runde nicht beenden, dabei sind die schlechtesten Wetterbedingungen erst für die kommenden Tage vorhergesagt.

Unter diesen Vorzeichen hat die Major League Baseball die Spiele der Philadelphia Phillies (gegen die Florida Marlins) und der Boston Red Sox (gegen die Oakland Athletics) von Sonntag auf Samstagnachmittag vorgezogen. Im Raum New York wird das NFL-Preseason-Spiel zwischen den Giants und den Jets am Samstag fünf Stunden früher ausgetragen, damit die Fans hinterher noch heil nach Hause kommen, wie Giants-Präsident John Mara der AP sagte.

Auch das Finale des WTA-Turniers in New Haven, Connecticut, wurde um vier Stunden verlegt und wird nun schon am Samstagmittag statt finden. Turnierdirektorin Anne Worcester gab gegenüber der Presseagentur an, der Sturm werde zwar erst in der Nacht auf Sonntag so weit nördlich erwartet, aber man wolle die Abbauarbeiten auf dem Gelände der Yale University noch absolvieren zu können.

Noch schwieriger stellt sich die Lage für die Organisatoren der US Open dar. Mit mehreren Matches pro Tag für die Absolventen der Qualifikationsrunden will man das Qualiturnier bis zum Wochenende beenden. Notfalls ist sogar der Umzug in nahe gelegene Hallen angedacht.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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