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Wimbledon: Kohlschreiber steht im Achtelfinale

Philipp Kohlschreiber konnte den Nadal-Bezwinger Lukas Rosol in drei Sätzen bezwingen und komplettiert das deutsche Achtelfinal-Quartett. Für Julia Görges reichte es gegen Ana Ivanovic nicht zum Sieg, es bleibt bei Lisicki und Kerber im Achteelfinale.

Philipp Kohlschreiber ist mit einem souveränen Sieg gegen Nadal-Bezwinger Lukas Rosol erstmals ins Achtelfinale von Wimbledon eingezogen. Die deutsche Nummer 1 setzte sich gegen den Weltranglisten-100. aus Tschechien mit einer klasse Leistung 6:2, 6:3, 7:6 (8:6) durch.

Nach nur 1:37 Stunden Spielzeit verwandelte der an Nummer 27 gesetzte Augsburger seinen vierten Matchball. "Das war von Anfang bis Ende ein fast perfektes Match", sagte Kohlschreiber. "Wenn's jetzt auch noch mit dem Viertelfinale klappt, wär's natürlich unmenschlich geil!"

Das Viertelfinale im Visier

Der 28-Jährige trifft nun auf den US-Qualifikanten Brian Baker - eine vermeintlich lösbare Aufgabe, denn Baker hat zuletzt für Furore gesorgt. "Es ist eine großartige Chance, wenn man unter den letzten 16 mal nicht auf Roger Federer, Nadal oder Andy Murray - also einen der großen Jungs - trifft", sagte Kohlschreiber.

Der Sieger von München, egalisierte sein bisher bestes Grand-Slam-Ergebnis. Im Achtelfinale hatte der Weltranglisten-30. bereits dreimal bei den Australian Open (2005, 2008, 2012) und einmal bei den French Open (2009) gestanden.

Rosol hatte für die bisherige Turnierüberraschung gesorgt, als er den zweifachen Wimbledon-Champion und Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal in fünf Sätzen bezwungen hatte. Der Nobody konnte gegen Kohlschreiber aber nicht an das großartige Match anknüpfen.

Deutsches Achtelfinal-Quartett

Kohlschreiber dagegen präsentierte sich vom ersten Ballwechsel an hochkonzentriert und überzeugte nicht zuletzt mit zwölf Assen. "Ich war natürlich sehr froh, dass ich nicht gegen Nadal spielen musste, dann wären meine Chancen 10:90 Prozent gewesen. So war es 50:50. Und ich habe einfach gehofft, dass Rosol nicht noch einmal so einen Tag erwischt."

Vor Kohlschreiber waren bereits Sabine Lisicki und Angelique Kerber sowie Herren-Spieler Florian Mayer weitergekommen. Damit stehen erstmals seit 1995 vier deutsche Tennisprofis in der Runde der besten 16 bei dem berühmtesten Rasenturnier der Welt. Damals waren es Alexander Mronz, Boris Becker, Anke Huber und Steffi Graf.

Görges scheitert "unglücklich"

Ausgeschieden ist dagegen Julia Görges, die sich nach hartem Kampf mit 6:3, 3:6, 4:6 der früheren Weltranglisten-Ersten Ana Ivanovic aus Serbien geschlagen geben musste. "Am Ende war es einfach ein bisschen unglücklich. Und natürlich ist man enttäuscht, wenn man weiß, dass man ein gutes Match gespielt hat, aber zwei, drei kleine Sachen nicht gereicht haben", sagte die 23-jährige Görges nach ihrer starken kämpferischen Leistung bei einmal mehr böigen Winden.

"Sehr schade. Jule hat bis zum Schluss alles gegeben und kann sich nichts vorwerfen. Sie hätte es verdient gehabt, in die zweite Woche zu kommen", meinte eine zufriedene Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

sportal.de / sportal

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