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Arbeitszeitverlängerung: IG Metall droht Arbeitgebern mit Warnstreiks

Wenn am 28. Januar die Friedenspflicht endet, hat die IG Metall den Arbeitgebern mit Warnstreiks gedroht, falls sie an der Forderung nach Arbeitszeitverlängerung festhalten.

Gewerkschaftschef Jürgen Peters sagte in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Welt", damit trage Gesamtmetall den Konflikt in die Tarifrunde. Wenn bis zum Ende der Friedenspflicht am 28. Januar keine Lösung auf dem Tisch liege, "dann haben wir keine andere Chance, als die Verhandlungen mit Druck aus den Betrieben zu beschleunigen".

Zugleich warnte Peters die Arbeitgeber, am kommenden Freitag zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde ein Angebot vorzulegen, das Lohnerhöhungen von maximal 1,4 Prozent vorsieht. "Wenn das Angebot diese Dimension haben sollte, dann kann ich den Arbeitgebern nur empfehlen, es in der Tasche zu lassen, denn sie machen sich bei den Arbeitnehmern lächerlich", zitierte das Blatt den IG-Metall-Chef.

Die Forderung der Arbeitgeber, durch freiwillige Betriebsvereinbarungen das Arbeitsvolumen und die zugeordnete Bezahlung innerhalb einer Bandbreite von 35 bis 40 Stunden zu gestalten, nannte Peters inakzeptabel: "Es geht den Arbeitgebern schlicht um die Verlängerung der Arbeitszeit. Und es geht ihnen um eine plumpe Senkung der Lohnkosten, indem sie Arbeitnehmern einen Teil ihrer Arbeit schlicht nicht bezahlen wollen."