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"Die Höhle der Löwen" Nagellack-Gründerin begeistert alle Löwen – doch nach der Sendung platzte der Superdeal

Judith Williams
Judith Williams kämpft in der "Höhle der Löwen" um einen Deal mit "gitti" - nach der Sendung platzte das Investment
© Stefan Gregorowius / TV Now
Das gab's noch nie in der "Höhle der Löwen": Das Nagellack-Startup "gitti" erhält von den Investoren fünf konkurrierende Angebote – und steht nun doch ohne Deal da. Denn nach der Sendung sagte Judith Williams ab.

"Die Höhle der Löwen" ist zurück – und der Konkurrenzkampf zwischen den TV-Investoren der Gründershow ist härter denn je. Gleich in der ersten Folge der neuen Staffel kommt es zu einem besonderen Showdown: Das Nagellack-Startup "gitti" überzeugt derart, dass alle anwesenden Löwen ein konkurrierendes Angebot abgeben. "Das gab's noch nie, dass alle fünf Löwen bieten", ruft Carsten Maschmeyer, der sich von Nebenlöwin Judith Williams sogar selbst einen Finger lackieren lässt, um sich vom Produkt zu überzeugen.

Dabei ist das Investment nicht gerade günstig: 300.000 Euro für gerade einmal acht Prozent ihrer Firma möchte Gründerin Jennifer Baum-Minkus haben. Sie hat einen veganen, tierversuchsfreien Nagellack entwickelt, der nicht nach Chemie stinkt und auf sonst übliche gesundheitsschädliche Stoffe verzichtet. Dementsprechend heißt das Produkt offiziell auch nicht mehr Nagellack, sondern "Nagelfarbe".

Das begeistert sogar die Herren in der Investorenriege. "Sie sind ein absoluter Gründertraum", lobt Maschmeyer. "Ich sehe eine Weltmarke", lehnt sich Georg Kofler aus dem Fenster. Auch Ralf Dümmel, Judith Williams und Dagmar Wöhrl sind bereit, ihr das Geld zu den angebotenen Konditionen zu geben, sodass die 35-jährige Gründerin die Qual der Wahl hat. Den Zuschlag erhält schließlich Kosmetikexpertin Williams - Dagmar Wöhrl darf als Juniorpartnerin mit 50.000 Euro auch noch einsteigen.

Nagellack-Deal platzte nach der Sendung

Soweit der spektakuläre Deal in der Sendung. Doch wie der stern erfuhr, kam das Geschäft im Nachgang nicht zustande. "Nach regem Austausch mit Judith Williams ist dieser Deal mit ihr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zustande gekommen. Aus diesem Grund ist dann leider auch der Gesamtdeal, bei dem auch Dagmar Wöhrl beteiligt gewesen wäre, nicht umgesetzt worden", erklärt Gründerin Baum-Minkus.

Während sie selbst zu den Gründen schweigt, verrät Williams, dass die Gründerin nachverhandeln wollte: "Nach unserem Deal vor der Kamera wollte die Gründerin Jenni Baum-Minkus bei den anschließenden Gesprächen eine vielfach höhere Bewertung durchsetzen. Das ist absolut legitim, aber mein Team und ich haben uns dagegen entschieden", sagt Williams zum stern. Die Gründerin ist offenbar überzeugt, auch ohne Löwenpower groß rauszukommen.

Nico Rosberg fetzt sich mit Nils Glagau

Neu dabei als Investor ist Nico Rosberg, der den Löwen-Stuhl von Frank Thelen geerbt hat. Der große Kampf um den Nagellack findet zwar ohne ihn statt (bei sieben Löwen für fünf Stühle pausieren immer zwei), doch auch er darf in der ersten Folge seinen Wettkampfcharakter zeigen. Mit Nils Glagau liefert sich Rosberg ein verbales Tauziehen um ein Startup für Fußballschuh-Schraubstollen, wobei sich der Eindruck aufdrängt, dass es den Löwen weniger um den Deal an sich geht, als darum den anderen Löwen zu schlagen. "Mein Paket ist das Gewinnerpaket", sagt Glagau. "Ich kann euch mehr bieten als der Nils", sagt Rosberg. Am Ende entscheiden sich die Gründer von Grpstar für Glagau, was Rosberg spontane Kopfschmerzen verursacht.

Der Ex-Formel-1-Weltmeister interessiert sich als Investor vor allem für Nachhaltigkeit und Elektromobilität, weshalb die Gründer von ChargeX, einer smarten Mehrfachsteckdose für E-Autos, auf einen Deal hoffen. Doch das geforderte Investment von einer Million schreckt letztlich selbst den forschen Rennfahrer ab, sodass man auf den ersten Löwen-Deal von Rosberg noch warten muss.

Handyhalterung für Dümmel

Ralf Dümmel hat derweil wieder etwas Passendes für seinen Gemischtwarenladen gefunden: Flapgrip, eine Handyhalterung für jede Lebenslage (der stern hat sie getestet) – ob man nun instagramtaugliche Fotos schießen oder nur Autofahren, videotelefonieren oder Filme schauen will. Dass solch todsichere Verkaufsschlager für die Aktionstische im Einzelhandel eigentlich immer bei Dümmel landen, treibt den ein oder anderen Mitlöwen in die Verzweiflung.

Nils Glagau probiert es vergeblich mit einem Überfallangebot, das die Flapgrip-Gründer annehmen sollen, bevor Dümmel sich zu Wort meldet – andernfalls verfällt es. Und Dagmar Wöhrl, die am Produkt eigentlich Interesse hätte, gibt erst gar kein Angebot ab, sondern beschwert sich bitterlich, dass einer der Gründer immer nur zu Dümmel rüberschielt und nicht auch mal ihr in die Augen schaut. "Ich kann mit sowas nicht arbeiten", entfährt es ihr.

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