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Müllvermeidung "Zero Waste City": Kiel sagt Müll den Kampf an

"Zero Waste City": Kiel sagt Müll den Kampf an
"Zero Waste City": Kiel sagt Müll den Kampf an
© Getty Images
Klimawandel, Artensterben, Umweltverschmutzung: All das macht uns schwer zu schaffen. Aber es gibt auch die guten Nachrichten. Denn jede Woche erreichen uns Nachrichten in Sachen Klima und Nachhaltigkeit, die uns ein wenig aufatmen lassen. Und die wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Ziel: Die Null muss stehen

Kiel sagt dem Abfall systematisch den Kampf an und wird als erste deutsche Stadt eine „Zero Waste City“. Europaweit haben sich bereits über 400 Städte dem Netzwerk „Zero Waste Europe“ angeschlossen. Erstes Etappenziel: bis 2035 den Restmüll halbieren und langfristig auf 50 Kilo pro Kopf jährlich senken.

Höllischer Gestank, himmlische Wirkung

Sie ist lecker, müffelt streng und wird in Südostasien tonnenweise verspeist: die Durianfrucht. Forscher in Singapur haben nun entdeckt, wie man die Schalenreste nutzen kann: Sie extrahieren die Zellulose und kombinieren sie mit Glycerin und Backhefe zu einem Hydrogel, das sich als Wundverband eignet. Eine billigere und ressourcenschonende Alternative, weil sie Kunststoffe und Metalle ersetzt.

Galaktische Reise

13500000000  Lichtjahre entfernte Objekte kann man mit ihm erkennen: Das James-Webb-Weltraumteleskop ermöglicht somit eine gigantische Reise zurück in die Vergangenheit (ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt). Nach vielen ­Verzögerungen soll der wesentlich leistungsstärkere Nachfolger von Hubble nun endlich am 31. Oktober ins All geschossen und 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt stationiert werden. Und Einblicke in Galaxien gewähren, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Wegweisend

Biken boomt dank Corona. Eine Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC mit Daten aus über 100 europäischen Städten ergab nun: Die wegen der Pandemie entstandenen Pop-up-Radwege animieren zwischen elf und 48 Prozent mehr Menschen, in die Pedale zu treten.

Natur in der Kapsel

Dortmund machte den Anfang. Inzwischen stehen rund 80 von ihnen in Deutschland, Tendenz steigend: Knallgelbe, in liebe­voller Handarbeit ­umgebaute Kaugummiautomaten, die mehr Blütenvielfalt für ­heimische Bestäuber-Insekten in die Städte bringen sollen. Für 50 Cent ­spucken die Bienenfutter-Kästen eine Kapsel mit Blumensamen aus, die dann auf einem öffent­lichen Grünstreifen oder im eigenen Garten verstreut werden können.


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