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Senioren in Städten: Teure Miete, kleine Rente: Warum Deutschland auf eine "graue Wohnungsnot" zusteuert

In Deutschlands Großstädten steigen die Mieten. Für Senioren eine gefährliche Entwicklung, denn künftig werden ältere Menschen sich das Wohnen dort kaum noch leisten können. 

Seniorenwohnung

Wohnen im Alter könnte in deutschen Städten unbezahlbar werden

Getty Images

In München zeigt sich heute schon, was Experten als düstere Prognose für die Zukunft erwarten. Wer in Bayerns Landeshauptstadt eine kleine Wohnung mieten will, zahlt derzeit im Durchschnitt deutlich über 22 Euro pro Quadratmeter. Knapp 1000 Euro kalt für gerade einmal 40 Quadratmeter. In den vergangenen Jahren kannte diese Entwicklung nicht nur in München, sondern auch in anderen Großstädten in Deutschland nur eine Tendenz: ständig steigend. 

Was für einen gut verdienenden Single noch gerade machbar ist, stellt Senioren vor große Probleme. Schon heute müssen sie sich fragen: Kann ich mir meine Heimatstadt noch leisten? Denn Deutschlands Durchschnittsrente liegt bei rund 1400 Euro. Davon sind solche Mieten nicht zu bezahlen. 

"Graue Wohnungsnot" in Deutschland

Deutschland steuert auf ein Problem zu, das künftig Millionen Rentner betreffen könnte: Sinkende Renten treffen auf steigende Mieten. In den nachgefragten Ballungsgebieten wie in München zeigt sich heute schon das Dilemma. "Eine ganze Generation mit deutlich niedrigeren Renten trifft dann auf steigende Wohnkosten", sagte Matthias Günther vom Pestel-Institut in Hannover zu "DPA". "Deutschland steuert sehenden Auges auf die "Graue Wohnungsnot" zu".  Die Zahl der Senioren wird von heute knapp 18 Millionen bis zum Jahr 2040 auf etwa 24 Millionen steigen - und diese werden von deutlich weniger Rente leben müssen, wie das Pestel-Institut in seiner am Montag veröffentlichten Studie vorrechnet. Der Anteil der Senioren, die ergänzende Grundsicherung zum Lebensunterhalt brauchen, dürfte von heute drei Prozent auf über 25 Prozent steigen. Kurz: Jedem vierten Rentner droht Altersarmut.

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Unumstritten sind Günthers Rechnungen nicht. Der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums erwartet, dass bis 2030 eher fünf Prozent der Senioren Grundsicherung beantragen müssen. Diese konservativere Prognose zeigt dennoch, dass die Zahl der ärmeren Rentner zunimmt. Und die Entwicklung auf dem Mietmarkt, gerade in Großstädten, bleibt erbarmungslos. Das Pestel-Institut erwartet daher eine "Umzugswelle" der Senioren. Die Frage ist: Wohin?

Denn ein weiteres Problem sind die großen Wohnungen, in denen die Senioren schon heute festsitzen. Ein Senior wohnt heute im Durchschnitt auf 59 Quadratmetern, ein durchschnittlicher Bundesbürger auf 46 Quadratmetern. Dabei geht es in den Städten eng zu: Jeder neunte Einwohner dort lebe in einer überbelegten Wohnung, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Überbelegt heißt zum Beispiel, dass sich drei Kinder ein Kinderzimmer teilen oder Eltern das Wohnzimmer auch als Schlafzimmer nutzen. 

Viele Senioren aber bleiben weiter in der vertrauten Wohnung, auch wenn die Kinder ausgezogen sind und der Partner verstorben ist. Die Lösung wäre der Umzug in eine kleinere Wohnung - doch die sind heute so teuer, dass die Miete in der großen Wohnung mit dem alten Mietvertrag günstiger für Senioren ist. Also bleiben sie - mitunter in Wohnungen, die für ihre Bedürfnisse gar nicht mehr passen. Ob nun die Größe, die gepflegt und beheizt werden muss oder das Stockwerk, das ohne Fahrstuhl erklommen werden will: Deutschlands Rentner können sich einen Umzug schlichtweg kaum leisten.

Das Dilemma mit den kleinen Wohnungen

Daher fordert Günther von großen Wohnungsbauunternehmen auch, dass sie kleinere Wohnungen für Senioren in ihrem heimischen Stadtteil anbieten. Das mag erstmal unsinnig klingen, warum sollten die Firmen einen solchen Service ermöglichen? Doch tatsächlich könnten sich solche Umzüge sogar für die Unternehmen rechnen. Denn die großen Wohnungen, die dadurch frei würden, werden stark nachgefragt. Diese könnten sie zu den aktuellen Konditionen vermieten - was sich im Vergleich zu uralten Mietverträgen mit Mini-Preisen rechnet. Darüber hinaus sieht Günther aber auch die Bauwirtschaft - und somit auch die Politik - in der Pflicht. Er fordert ein Förderprogramm für rund drei Millionen Wohnungen, die altersgerecht neu oder umgebaut werden müssten. 50 Milliarden würde das kosten. Laut Günther ließe sich das mit staatlichen Zuschüssen von sechs Milliarden Euro stemmen.

Bei allen Anreizen müssen allerdings die richtigen Wohnungen gebaut werden, fordern Experten. Denn selbst die gerade boomenden Mini-Wohnungen, die gerade in den Innenstädten hochgezogen werden, sind nicht für Rentner gedacht. Fertig eingerichtet, "hochwertig möbliert", so Immobilienökonom Ralph Henger vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zur "Zeit", mit allerlei Service-Schischi kosten solche Wohnungen mit 30 Quadratmetern dann auch 1300 Euro monatlich.

Pärchen in neuer Wohnung
kg mit Agentur
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.