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Bewerbungsgespräch: "Stehen Sie nicht auf Männer?" stern-Leser schildern ihre fiesesten Job-Interviews

Nicht immer läuft das Bewerbungsgespräch so rund wie erhofft. Hier berichten stern-Leser über ihre unangenehmsten und schrägsten Erlebnisse mit Personalern und Chefs.

Einige stern-Leser erlebten im Bewerbungsgespräch schon die schrägsten Sachen

Einige stern-Leser erlebten im Bewerbungsgespräch schon die schrägsten Sachen

Vergangene Woche berichteten wir über eine Umfrage, in der Bewerber negative Erlebnisse aus Bewerbungsgesprächen erzählten (den Artikel lesen Sie hier). Nun kommen die stern-Leser zu Wort. Auf unseren Aufruf, eigene Geschichten aus Bewerbungsgesprächen zu berichten, haben wir zahlreiche Zuschriften bekommen. Wir veröffentlichen die Erlebnisse in loser Folge. Hier kommt Teil eins.

+++ Sie haben selbst eine Geschichte aus einem Bewerbungsgespräch auf Lager? Schreiben Sie uns an achtungkunde@stern.de +++

"Stehen Sie nicht auf Männer?"

Leserin Sabine wurde in einem Gespräch eine besonders unpassende Frage gestellt: "Auf die Frage wo ich mich in fünf Jahren sehe, hatte ich durchblicken lassen, dass ich noch keine Familie gründen will. Worauf der Chef meinte: 'Das kann ich gar nicht verstehen. Oder stehen Sie nicht auf Männer?' Ich habe die Stelle Gottseidank nicht bekommen."

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Umsonst hingefahren - und das dreimal

Elena K. hat folgende frustrierende Begebenheit zu berichten: "Ich bewarb mich auf eine Stelle in der nächstgelegenen Stadt. Da ich noch jung und unvermögend war, fuhr ich mit dem Zug dahin. Nach dem ersten Gespräch, wurde mir mitgeteilt, ich müsste noch mal kommen - Chef wäre nicht da. Gesagt, getan. Komme wieder, Wochen später, und werde wieder weggeschickt. Chef hätte keine Zeit. Dritte Zugfahrt später, kamen wir endlich alle zusammen. Da wurde mir mitgeteilt, dass die Mitarbeiterin, die kündigen wollte, doch da bleibt. Diese Unverschämtheit wurde mit einem lapidaren Kommentar serviert: 'Sie haben doch bestimmt was anderes in Aussicht!'"

Eine durchsichtige Bluse

Wenzel S. hat gleich mehrere schräge Erlebnisse zu berichten: "Ich hatte vor cirka 18 Jahren ein Vorstellungsgespräch bei einem Stellenvermittler für einen Job bei einer amerikanischen Firma in der Finanzbranche, bei dem die Interviewerin in einer schwarzen Tüllbluse mit dem gut sichtbaren schwarzen BH darunter erschienen ist. Für die damalige Zeit doch ziemlich gewagt und auch heute noch ziemlich unorthodox, würde ich meinen. […] Auch Tricks wie, dass der Interviewer vor dem Fenster sitzt und der Bewerber somit vom Fenster geblendet wird, wenn er dem Interviewer gegenüber sitzt, durfte ich schon miterleben. Auch dass mein zukünftiger Chef beim Gespräch ständig durch das Handy gestört wurde und dringend irgendwelche Messages beantworten musste, durfte ich bei einem Vorstellungsgespräch erleben. Spätestens nach zwei Minuten kam wieder irgendeine neue Meldung oder ein Piepston."

"Verarscht und nicht ernst genommen"

Leserin Sonja fühlte sich bei ihrem Gespräch für dumm verkauft: "Ich bin seit Sommer 2010 als Bankangestellte tätig und hatte mich bei einem großen Unternehmen als Sachbearbeiterin für den Zahlungsverkehr beworben. Im Gespräch stellte man mir (trotz sieben Jahren Berufserfahrung) doch tatsächlich die ernsthafte Frage, ob ich wüsste, was eine Überweisung ist. Ich fühlte mich regelrecht verarscht und nicht ernst genommen. Bei einem anderen Gespräch sprach ich offen meine Schwerbehinderung an, woraufhin ich direkt verabschiedet und auf die hinter mir liegende Tür verwiesen wurde." 

Zahnpasta im Haar

Eine eher lustige Begebenheit hat Jasmin aus Koblenz zu berichten: "An dem Tag, an dem ich mein erstes Bewerbungsgespräch hatte, war ich selbstverständlich mehr als nur extrem aufgeregt und nervös (frisch aus der Uni und noch grün hinter den Ohren). Ich hatte ja keine Ahnung, was mich erwarten würde. Das Gespräch sollte in Köln mit dem Standortleiter und einem der Geschäftsführer stattfinden. Der Morgen vor dem Gespräch war demnach die reinste Hektik! Die erste Frage lautete: "Haben Sie sich heute morgen die Zähne geputzt?" Was ich bejahte. Komisch? Vielleicht ein Ice-breaker? Das Gespräch verlief dennoch gut. Später im Zug machte mich eine Dame auf die Zahncreme in meinen Haaren aufmerksam! Den Job habe ich aber trotzdem bekommen, und die neuen Kollegen haben sich wunderbar amüsiert!

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