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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Stressige Weihnachtszeit? Für eines sollte man sich immer Zeit nehmen

Kaum konnte Frank Behrendt laufen, zog es ihn bereits auf eine Bühne. Mit Vaters Hut, Mutters Kette und Großvaters Spazierstock erfreute er die Familie als Kleindarsteller zur Weihnachtszeit. Heute genießen die Schul-Aufführungen seiner eigenen Kinder allerhöchste Priorität im Kalender.

Für die Schulaufführungen der Kinder sollte man immer Zeit haben (Symbolbild)

Für die Schulaufführungen der Kinder sollte man immer Zeit haben (Symbolbild)

Getty Images

Wenn meine Mutter mich als Komparse in einer TV-Produktion entdeckt oder mit einem Mikrofon auf einer Bühne stehen sieht, nickt sie immer wissend. "Du wolltest schon als kleiner Junge immer alle unterhalten", erzählte sie mir gerade wieder und schickte am nächsten Tag ein altes Foto aus dem Jahr 1966. Ich bin immer wieder begeistert, was sie alles aufgehoben hat.

Auch meine eigenen Kinder sind allesamt keine introvertierten Charaktere, ich habe das mit der Erbmasse zwar damals im Biologieunterricht nie so richtig verstanden, aber dass sich gewisse Eigenschaften vererben, habe ich mir doch gemerkt. In diesen Wochen vor Weihnachten knubbeln sich die Termine, wie jedes Jahr. Jahresabschlussmeetings und Jahresplanungsworkshops mit Kunden stehen auf der Agenda, die Weihnachtsfeier in der Firma und natürlich die Festivitäten der eigenen Kinder in ihren Schulen. Ich kenne viele, die für die Aufführungen ihres Nachwuchses in der Vorweihnachtszeit keine Zeit finden, "Termine, Termine" höre ich diesbezüglich oft.

Der großartige Berater, Vortragsredner und Autor Hermann Scherer sagt dazu: "Zeit hat man nicht. Man nimmt sie sich für das, was einem wichtig ist." Recht hat er! Es sollte eigentlich immer möglich sein, einen Weg zu finden, bei dem man die beruflichen Verpflichtungen mit den privaten in Einklang bekommt. Oft hilft Kommunikation. Viele Geschäftspartner oder Vorgesetzte haben schließlich selbst Kinder oder können sich noch erinnern, wie schön es war, kleinen singenden Elchen zu lauschen oder sich über lustige Weihnachtssketche des Schultheaters kaputt zu lachen.

Gerade in der Zeit im Dezember, die von vielen als eine besonders stressige erlebt wird, sind die Darbietungen der Kinder in einer Turnhalle mit dem Smartphone im Flugmodus regelrechte kleine Wellnesstrips im vorweihnachtlichen Gehetze. Wenn die Termine der Feiern meiner Kinder bekanntgegeben werden, sind das für mich absolut nicht verschiebbare Blöcke im Kalender. Begeistert bin ich immer dabei und genieße diese wertvollen Momente des Elternseins.

Eines musste ich allerdings meiner Familie auch in diesem Jahr wieder hoch und heilig versprechen: Dass ich bei den Events nicht vor lauter Begeisterung selbst auf die Bühne zum Mikro stürme und ein Lied zum Besten gebe. Dafür singe ich im Auto auf der Fahrt zur Feier in der Schule um so lauter bei den Songs vom guten alten Howard Carpendale mit. Seine Weihnachts-CD "My Christmas" hören meine Frau und ich immer, wenn wir den Baum schmücken. Damit ich dann textsicher bin, singe ich mich entsprechend vorher ein. Falls mich bei der Schulaufführung allerdings jemand ausdrücklich bittet, könnte ich natürlich jederzeit aus dem Stand...

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