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Verdienst-Check: Was verdienen eigentlich Lehrer?

Hausaufgaben kontrollieren, Klausuren korrigieren - und dabei noch Wissen und Werte vermitteln: Von Lehrern wird viel erwartet. Aber was verdienen die Pädagogen eigentlich?

Lehrerin schreibt an die Tafel

In Deutschland gibt es rund 167.000 Lehrer.

Geflügelte Worte wie "Sechs, setzen!" haben es noch in die heutige Zeit geschafft. Dass Lehrer wirklich solch ernüchternde Sätze Kindern und Jugendliche an den Kopf werfen, eher nicht. Heute sollen Lehrern nicht mehr stumpf Lehrstoff herunterrasseln und Schüler bestrafen, wenn sie nicht mitmachen, sondern fördern und zum selbstständigen Lernen animieren.

Leichter ist ihr Job nicht geworden. Integrative Lerngruppen oder zu viele Schüler pro Klasse stellen sie vor Herausforderungen. Wen das nicht abschreckt, braucht ein Master-Studium, um Lehrer zu werden. Danach folgt das Referendariat. Wie hoch das Gehalt in dieser Zeit ist, richtet sich - wie auch später die Lehrerbesoldung - danach, in welchem Bundesland unterrichtet wird. Durchschnittlich bekommen die Lehrer in Ausbildung rund 1000 bis 1200 Euro pro Monat.

Lehrer werden unterschiedlich bezahlt

Verbeamtete Lehrer werden nach Besoldungsgruppen bezahlt. In der Regel werden Lehrer der Primarstufe und der Sekundarstufe I in A12 eingestuft, Lehrer am Gymnasium erhalten A13. Doch es gibt seit der Föderalismusreform I (2006) Unterschiede zwischen den Bundesländern, die die Höhe der Besoldung selbst festlegen können. In Baden-Württemberg bekommen Grundschullehrer als Einstiegsgehalt rund 3600 Euro brutto pro Monat, in Berlin rund 3200 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern rund 3300 Euro und in Nordrhein-Westfalen 3500 Euro brutto. In Schleswig-Holstein soll bis 2026 die Besoldung von A12 auf A13 erfolgen - damit wird das Gehalt von Grundschullehrern im Norden erhöht.

Wer an einem Gymnasium unterrichtet, erhält monatlich in Bayern zu Beginn 4.119, in Rheinland-Pfalz rund 3655 Euro und in Hamburg etwas mehr als 4000 Euro. Mit steigender Erfahrung klettern auch die Bezüge. In Berlin ging man seit August 2017  beim Gehalt einen neuen Weg. Dort werden Grundschullehrer wie Studienräte an Gymnasien bezahlt. Die Begründung: Grundschullehrer haben mit gestiegenen Anforderungen zu kämpfen und ihre Ausbildung dauere genauso lange wie die eines Gymnasiallehrers.

Lehrer als Angestellte

Für Lehrer, die nicht als Beamte, sondern als Angestellte arbeiten, gilt die Besoldungstabelle nicht. Sie erhalten zum Jobeinstieg rund 3200 Euro in der Grund- und Mittelstufe und als Gymnasiallehrer rund 3600 Euro. Allerdings bleibt den Angestellten weniger Netto vom Brutto, da sie höhere Sozialabgaben von ihrem Gehalt zahlen müssen. 

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