HOME

Mit Burda als Partner: "Huffington Post" gründet deutschen Ableger

In den USA ist die "HuffPo" eine bekannte Nachrichtenwebsite. Jetzt expandiert das Portal nach Deutschland - mit Hilfe des Burda-Verlags.

Die US-Onlinezeitung "Huffington Post" bringt zusammen mit der Burda-Tochter Tomorrow Focus ihren lange geplanten deutschen Ableger an den Start. Das teilten beide Firmen am Montag mit und bestätigten damit einen Bericht des Branchendienstes "Horizont.net" vom vergangenen Mittwoch.

Die zum Internetkonzern AOL gehörende "Huffington Post" treibt seit Jahren den Ausbau ihres Europageschäfts voran und hat bereits Ausgaben in Spanien, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Die "Huffington Post" setzt dabei stets auf Partner vor Ort - in Frankreich etwa auf das Medienhaus "Le Monde" und in Italien die Gruppo Espresso, die "la Repubblica" herausgibt.

Am 15. Juli soll die neue deutsche "HuffPo" in München vorgestellt werden. Arianna Huffington, die Gründerin des US-Portals, werde dann auch die wichtigsten Personalien präsentieren, heißt es bei "Werben und Verkaufen (W&V)". Im Herbst solle das Nachrichtenportal dann hierzulande an den Start gehen.

Kostenlos und mit fremden Inhalten

Die neue Website dürfte die Konkurrenz unter den heimischen deutschen Nachrichtenportalen weiter anheizen. Denn die "Huffington Post" kommt mit ehrgeizigen Zielen. Mitte März hatte Unternehmenschef Jimmy Maymann im Gespräch mit "Horizont.net" die Stoßrichtung für einen deutschen Ableger skizziert: "Wir wollen innerhalb von zwei Jahren Geld verdienen und nach drei bis fünf Jahren in die Top 5 der Nachrichtenangebote vorstoßen." Geld solle ausschließlich mit Werbung verdient werden.

In den USA gehört die kostenlose "Huffington Post" inzwischen zu den wichtigsten Nachrichtenportalen und konkurriert etwa journalistischen Schwergewichten wie der "New York Times", die einige Inhalte nur gegen Bezahlung anbietet.

Zugleich halten Kritiker Huffington und ihren Redaktionsteam vor, es mit einem "Aggregations-Journalismus" zu übertreiben, bei dem fremde Inhalte auf dem Netz wiederaufbereitet werden. Auf jeden Fall bringt das Modell Reichweite und Werbeerlöse. Der Onlinekonzern AOL kaufte die "Huffington Post" Anfang 2011 für rund 315 Millionen Dollar.

Interessant ist der Markteintritt der "Huffington Post" auch mit Blick auf die aktuelle Debatte über den Aufbau von Bezahlschranken. Auf die verzichtet die "Huffington Post". Und auch Tomorrow Focus hält anders als etwa der Springer-Konzern nichts von einer sogenannten Paywall für Angebote wie das Nachrichtenportal "Focus Online". "Wir denken nicht, dass das funktioniert", sagte Finanzvorstand Dirk Schmelzer Ende 2012 in einem dpa-Interview. Dennoch beobachte man, was Rivalen wie etwa "Welt.de" machten.

anb/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.