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Teure Reparatur: Stiftung Warentest: Abgezockt vom Waschmaschinen-Kundendienst

Überteuerte Reparatur, falsche Diagnose und aufgequatsche Neugeräte: Die Stiftung Warentest ließ defekte Waschmaschinen reparieren - und ist entsetzt. Die Monteure berechneten immer mehr als notwendig. Zwei Kundendienste fielen ganz durch.

Kundendienst für Waschmaschine

Die Stiftung Warentest prüfte Kundendienste für Waschmaschinen 

Wenn die Waschmaschine streikt, kommen Verbraucher nur schwer um eine fachmännische Reparatur herum. Mal zickt der Heizstab, mal ist der Motor hinüber oder das Wasser wird nicht abgepumpt - ungeübte Laien müssen sich in diesen Fällen vertrauensvoll an den Kundendienst wenden. Die Stiftung Warentest wollte wissen, wie gut diese Dienste arbeiten. Sie kaufte gebrauchte Waschmaschinen, bei denen die Garantie abgelaufen war, und baute Defekte ein. Dann ließen die Tester die Monteure ran. Mit erschreckendem Ergebnis.

Die Warentester prüften fünf Kundendienste und ließen die Fachmänner jeweils drei Maschinen reparieren. Danach begutachteten Experten von einem technischen Prüfinstitut die Arbeiten. Das Ergebnis: Kein Kundendienst arbeitete wirklich überzeugend, selbst der Testsieger, der Kundendienst von Bosch-Siemens, erhielt nur die Note "Befriedigend". Die Monteure entdeckten zwar die Defekte der Waschmaschinen, betrieben aber deutlich mehr Aufwand als nötig.

Socken auf der Wäscheleine

Zwei Kundendienste sind "mangelhaft"

Alle Kundendienste berechneten Anfahrt und Fehlersuche. Die Testsieger nahmen dafür 79 Euro. Der Miele-Kundendienst verlangte einmal 129 Euro, ein anderer Monteur dieses Dienstes schlug noch 14 Euro drauf, weil er so lange an der Maschine gearbeitet hätte. "Tatsächlich las er nur den Fehlerspeicher aus, stellte eine falsche Diagnose und sagte, eine Reparatur lohne sich nicht mehr. Mit der Maschine beschäftigte er sich neun Minuten lang", so die Warentester.

Gleich zwei Kundendienste strafte die Stiftung Warentest mit dem Gesamturteil "Mangelhaft" ab. Vom Kundendienst Profectis, der Waschmaschinen verschiedener Hersteller wie Gorenje, Samsung und Beko repariert, wurde ein loses Kabel entdeckt - und kurzerhand wieder in die Buchse gestopft. Bei dieser schlampigen "Reparatur" bestehe akute Brandgefahr, urteilten die Prüfer von Warentest.


Waschmaschinen-Kundendienst legt Festpreis fest

Auch der Kundendienst von Whirlpool fiel durch. Zwei Monteure stellten widersprüchliche Diagnosen, die die Testerin teuer bezahlte. Sie bekam einen Festpreis für den Austausch von Motor, Heizstab und Steuerung. Kostenpunkt: 239 Euro. Allerdings zeigte sich bei der späteren Montage, dass der Heizstab vollkommen in Ordnung war. An dem Festpreis war nichts mehr zu machen. Außerdem: Die Kundin wurde von einem der Whirlpool-Monteure immer wieder als "Schätzelein" angesprochen.

Den gesamten Kundendienst-Check der Stiftung Warentest bekommen Sie gegen Gebühr unter www.test.de

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.