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Work-Life-Balance: In Göteborg machen Angestellte nach sechs Stunden Feierabend

Jeden Tag nach sechs Stunden Arbeitszeit nach Hause gehen? Die Stadt Göteburg hat dieses System für städtische Mitarbeiter vor einem Jahr eingeführt - mit Erfolg. 

Ein entspannter Mitarbeiter

Arbeiten bis zum Umfallen? In Göteburg arbeiten Mitarbeiter der Stadt nur sechs Stunden am Tag. 

Morgens um acht ins Büro kommen, Mittagspause gegen zwölf - und spätestens um drei Uhr ist der Arbeitstag dann auch schon wieder vorbei. Was klingt wie ein schöner Traum wird in Göteborg längst umgesetzt. Dort dürfen städtische Angestellte nach sechs Stunden in den Feierabend gehen - bei vollem Gehalt natürlich.

Kleinlich nachgerechnet verbringen wir mehr Zeit mit unseren Kollegen als mit der eigenen Familie, schreibt das digitale Frauenmagazin "Edition F".

In den USA rackern die Menschen durchschnittlich 47 Stunden in der Woche, in Deutschland sind es 41,5 Stunden. Damit verbringen die Vollzeitmitarbeiter mehr als acht Stunden täglich bei ihrem Arbeitgeber. Zwar gibt es in keinem anderen Land so viel freie Tage (30 tarifliche vereinbarte Urlaubstage plus zehn bundesweite Feiertage), aber die Deutschen sind auch Überstundenmeister. 2,7 Stunden in der Woche arbeiten Angestellte hierzulande mehr  - und sind damit Spitzenreiter im Euroraum. 

Lange Arbeitszeit sagt nichts über Produktivität

Doch Mehrarbeit kann krank machen: Die Anzahl der Krankentage, die durch psychische Erkrankungen entstehen, steigt seit Jahren. Und die längere Präsenz am Arbeitsplatz hat nicht immer etwas mit Vollgas-Mentalität am Arbeitsplatz zu tun. Kaffeeklatsch in der Teeküche, ein bisschen bei Facebook surfen, private Emails schreiben: Lange arbeiten heißt nicht unbedingt produktiv sein, schreibt auch "Edition F".

Nur noch sechs Stunden am Tag

Die schwedische Stadt Göteborg hat das früh erkannt und reagierte: Seit April 2014 arbeiten städtische Mitarbeiter nur noch sechs Stunden am Tag. Das erhoffte Ziel waren glücklichere und somit auch produktivere Angestellte gewesen - durch die auf lange Sicht auch Kosten eingespart werden könnten, beispielsweise durch die Reduktion von Krankheitsausgaben.  Denn Mitarbeiter, die Zeit zur  Erholung bekommen, sind auch weniger krank geschrieben, so die Rechnung. 

"Seit den 1990er Jahren müssen wir mehr Arbeit und mit weniger Mitarbeitern bewältigen - so konnte es nicht weitergehen", sagt eine Leiterin eines Pflegeheims. " Viele Mitarbeitern im Pflegesektor sind krank, leiden an Depressionen. Es gab keine Balance zwischen Arbeit und Leben, das ist nicht gut für alle Beteiligten." Ein Jahr später zeigt sich: Das Experiment scheint Erfolg zu haben. Die Heimleiterin berichtet, dass die Qualität der Arbeit und die Stimmung der Mitarbeiter sich deutlich verbessert hätten. Auch eine Krankenschwester bestätigt den Sinn des Projekts: "Früher bin ich nach Hause gekommen und bin direkt aufs Sofa gefallen", erzählt Lise-Lotte Petterson der englischen Zeitung "The Guardian", "Aber heute bin ich viel aktiver: Ich habe mehr Energie für meinen Job und für meine Familie."

Modell für Deutschland?

Wer nun jubelt und hofft, dass dieses System auch bald nach Deutschland schwappt, muss realistisch sein. Denn zunächst muss der Wille bei Politik und Wirtschaft vorhanden sein, solch ein Arbeitszeitmodell zu etablieren. Familienministerin Manueal Schwesig hatte sich zu diesem Gedanken schon einmal geäußert, berichtet "Edition F": Zum Amtsantritt stellte sie eine Idee vor, dass Menschen mit kleinen Kindern nur noch 32 Stunden pro Woche arbeiten müssten, bei vollem; Lohnausgleich versteht sich.  Die Kanzlerin Angela Merkel nannte den Vorstoß einen "persönlichen Debattenbeitrag". 

Dass das schwedische Modell auch sehr teuer ist, wirkt als weiterer Bremsklotz. Denn es müssen weitere Mitarbeiter eingestellt werden, um die Arbeit zu bewältigen. Spätestens bei der Kostenfrage würde ein solches Modell in Deutschland schnell scheitern. Ganz anders reagiert Skandinavien: Trotz erhöhter Ausgaben gibt es Interesse an dem Modell - und zwar von Angestellten und Chefs gleichermaßen. 

kg
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(