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Zukunftskonzept vorgelegt: Opel will sich von GM abkoppeln

Der Autobauer Opel hat sein mit Spannung erwartetes Zukunftskonzept vorgelegt. Demnach will sich Opel von der Konzernmutter General Motors abkoppeln. Den Kapitalbedarf eines neuen Unternehmens Opel/Vauxhall bezifferte Opel-Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster mit 3,3 Milliarden Euro.

Im Ringen um sein Überleben will sich der Autobauer Opel von seiner US-Mutter General Motors (GM) abkoppeln. Das Management sieht die Zukunft des Autobauers in einer rechtlich selbstständigen Geschäftseinheit, wie aus dem am Freitag im Aufsichtsrat der Adam Opel GmbH diskutierten Rettungsplan hervorgeht.

Opel wolle aber als eigenständige europäische Gesellschaft Teil des GM-Konzerns bleiben: "Wir glauben alle daran, dass es für ein Unternehmen von der Größe von Opel in Europa wichtig ist, Teil eines großen Konzernverbundes zu sein, um die Volumenvorteile nach wie vor zu haben und auch den Zugang zu der Technologie", sagte GM Europa-Chef Carl-Peter Forster.

Die Gesellschaft sei offen für Investitionen von Dritten. Ein künftiger Investor könne zwischen 25 und 50 Prozent der Anteile erwerben, möglicherweise auch mehr. Forster sagte, er wolle Verhandlungen mit möglichen Interessenten nicht vorgreifen. GM sei bereit, Teile abzutreten.

Opel hat eine Zukunft, sagte Forster, der auch Aufsichtsratsvorsitzende von Opel ist, nach der Krisensitzung am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim. Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital eines neuen europäischen Unternehmens Opel/Vauxhall ohne den von der Insolvenz bedrohten GM-Mutterkonzern bezifferte Forster auf 3,3 Milliarden Euro. Diese Zahl beziehe sich aber nicht nur auf die Bundesregierung, sondern auf alle Länder und Bundesländer, in denen Opel und Vauxhall vertreten sind. Das Geld könne beispielsweise über Bürgschaften oder Darlehen fließen und bis 2014 oder 2015 zurückbezahlt werden.

Ferner sei eine Unterstützung von GM von 3 Milliarden Euro erforderlich sowie Kostensenkungen von einer Milliarde Euro. Dazu müssten Überkapazitäten abgebaut werden, betonte Forster.

Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen sollten vermieden werden, erklärten Forster und Betriebsratschef Klaus Franz. Forster sprach aber von einem "nicht unerheblichen Sparbeitrag" in einer Größenordnung von 1,2 Milliarden Dollar (950 Millionen Euro). Es werde über Lohn- und Gehaltsverzichte sowie freiwillige Abfindungsmaßnahmen gesprochen werden müssen. Überkapazitäten müssten abgebaut werden.

Bundesregierung bereits informiert

Forster sagte weiter, die Bundesregierung sei bereits über das im Aufsichtsrat beschlossene Konzept informiert. Er werde noch am heutigen Freitag mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg telefonieren. Opel-Deutschland-Chef Hans Demant sagte, der Zukunftsplan werde mit der Bundesregierung und den Landesregierungen von Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen beraten.

"Es ist nicht daran gedacht, einzelne Standort herauszulösen", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Klaus Franz, auf die Frage nach einem möglichen Verkauf von Werken. Forster ergänzte, sollte ein anderer Hersteller Interesse an Standorten zeigen, werde das geprüft.

Laut Medienberichten hat Konkurrent Daimler Interesse am Werk in Eisenach. Das wurde jedoch am Freitag laut DPA-Informationen aus Unternehmenskreisen dementiert. In Deutschland hat Opel neben seinem Stammwerk in Rüsselsheim Standorte in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach.

Guttenberg begrüßt Rettungskonzept

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat das von Opel vorgelegte Rettungskonzept begrüßt. Er sagte am Freitag in Berlin: "Es ist erfreulich, dass jetzt ein Konzept vorliegt. Über dessen Tragfähigkeit werden wir ab Montag befinden."

Die hessische Landesregierung hat unterdessen eine rasche und konstruktive Prüfung des Opel-Rettungsplans zugesagt. "Es ist gut, dass jetzt ein konkretes Konzept auf dem Tisch liegt", erklärten Ministerpräsident Roland Koch und Wirtschaftsminister Dieter Posch am Freitag. Sie sagten "alle sinnvollen und machbaren Anstrengungen" zu, die zur Verbesserung der Situation und zur Sicherung der Arbeitsplätze beitrügen. Hessen werde über die Opel-Vorschläge auch mit der Bundesregierung sprechen.

Steinmeier bekräftigt Rettungsbemühungen

Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die grundsätzliche Bereitschaft der Bundesregierung bekräftigt, Opel zu helfen. Steinmeier sagte MDR Info am Freitag: "Wir müssen tun, was wir können, damit dieses Unternehmen nicht vom Markt verschwindet." Auf Zahlen wollte er sich allerdings nicht festlegen lassen. "Das kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand seriös beantworten", sagte der Bundesaußenminister. Er äußerte sich jedoch überzeugt davon, dass Opel zusammen mit der Schwestermarke Vauxhall als eigenständiges Unternehmen eine Chance am internationalen Markt habe.

Thüringen prüft Bürgschaften für Opel

Die stellvertretende thüringische Ministerpräsidentin Birgit Diezel hat das Opel-Rettungskonzept begrüßt. Sie kündigte am Freitag in Erfurt an, auch die Bereitstellung von Bürgschaften und Darlehen zu prüfen. "Ich stehe zu meinem Wort: Jede rechtlich machbare und wirtschaftlich vernünftige Lösung, die zur Sicherung des Standortes Eisenach und der Arbeitsplätze hier vor Ort beiträgt, wird auf den Prüfstand gestellt", erklärte sie. Auch eine vorübergehende Beteiligung über Landesgesellschaften oder Fonds könne eine Möglichkeit sein. Dieser Schritt sei allerdings nur als letzte Option in Erwägung zu ziehen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen sollten, betonte Diezel.

DPA/AP

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.