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Steuerschätzung: Über 50 Milliarden Euro plus - darum sprudeln die Steuereinnahmen

Die Frühjahrssteuerschätzung geht von Mehreinnahmen in Milliardenhöhe aus. Finanzminister Wolfgang Schäuble will dennoch am Sparkurs festhalten.

Trotz guter Aussichten in der aktuellen Steuerschätzung will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Sparkurs festhalten

Trotz guter Aussichten in der aktuellen Steuerschätzung will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Sparkurs festhalten

Bund, Länder und Gemeinden können in diesem und in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe rechnen. 2017 wird das Aufkommen voraussichtlich 7,9 Milliarden Euro höher sein als zuletzt angenommen, wie aus der Frühjahrsprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung hervorgeht.

Im kommenden Jahr werden gesamtstaatlich noch einmal 5,6 Milliarden Euro zusätzlich erwartet. Auch für die Folgejahre bis 2021 rechnen die Experten mit mehr Einnahmen als bei der letzten Schätzung. Insgesamt steigen die Steuereinnahmen weiter an - von 732,4 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf über 850 Milliarden Euro im Jahr 2021. "Insgesamt spiegelt sich in den Zahlen die weiterhin robuste wirtschaftliche Entwicklung wider", teilte das Bundesfinanzministerium mit.

Steuerschätzung: Länder und Kommunen profitieren

Der Löwenanteil der Mehreinnahmen im laufenden Jahr entfällt den Angaben zufolge mit 6,5 Milliarden Euro auf die Länder. Der Bund dagegen muss sich für das nächste und das übernächste Jahr sogar auf weniger Geld als noch zuletzt geschätzt einstellen. Hintergrund sind nach Angaben des Ministeriums die Zahlungen des Bundes an die Länder und Gemeinden unter anderem wegen der Vereinbarungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Mit dem in Aussicht gestellten Geldsegen werden gut vier Monate vor der Bundestagswahl die Forderungen nach stärkeren Entlastungen der Bürger und Unternehmen lauter. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht trotz der üppigen Rekordeinnahmen aber keinen größeren Spielraum für Steuersenkungen über das bisher angekündigte Volumen von jährlich 15 Milliarden Euro pro Jahr hinaus.


wue / AFP / dpa