. .
News am 25.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
26. August 2011, 09:11 Uhr

Autofahrer sollen die Zeche zahlen

Der E10-Boykott der Autofahrer könnte zum Bumerang werden: Die Mineralölkonzerne wollen die drohenden Strafzahlungen auf die Verbraucher abwälzen.

Energie, Benzin, Umwelt, Spritsorte, 4161

Ungeliebter Biosprit: Weil zu wenig E10 tanken E10, werden die Ölmulltis die vorgeschriebene Quote verfehlen© Oliver Berg/DPA

Ihre Ablehnung des Biosprits E10 könnte die deutschen Autofahrer teuer zu stehen kommen. Drohende Strafzahlungen für die Mineralölkonzerne würden diese wohl an die Verbraucher weiterreichen, sagte der Europa-Chef des britischen Ölkonzerns BP, Uwe Franke, den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Zu BP gehört die Tankstellenkette Aral, die mit rund 2500 Stationen der deutsche Marktführer ist.

Die deutschen Tankstellen sind verpflichtet, in der Summe einen bestimmten Anteil von Biosprit zu verkaufen. Dies wollte die Mineralölwirtschaft mithilfe von E10 erreichen: Dem Superbenzin sind zehn Prozent Bioethanol beigemischt - statt fünf Prozent im normalen Benzin.

E10 hätte schon zu Jahresbeginn flächendeckend eingeführt werden sollen. Doch die Autofahrer zogen nicht mit. Da rund zehn Prozent der Autos auf deutschen Straßen den Kraftstoff nicht vertragen, war die Verunsicherung groß. Obwohl E10 deutlich billiger angeboten wurde als klassisches Superbenzin, blieben die Tankstellen auf E10 sitzen. Im Juni griff nur rund jeder siebte Tankstellenkunde nach dem umstrittenen Sprit. Die Mineralölwirtschaft stoppte die Umstellung der Tankstellennetze und Raffinerien auf halbem Wege, die Mindestquote für Biokraftstoff dürften die Tankstellen-Betreiber deshalb verfehlen.

"Die Kosten für die Nichterfüllung der Quote dürften vermutlich für die Branche zwischen 300 und 400 Millionen Euro liegen", sagte Franke. Zumindest zum Teil müssten die Konzerne diese Zahlungen auf die Autofahrer umlegen: Letztendlich werde den Unternehmen "nichts anderes übrig bleiben, als die entstandenen Kosten an die Kunden weiterzugeben", sagte der BP-Europa-Chef.

joe/AFP/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Ungeliebter Biosprit Autofahrer zeigen E10 kalte Schulter

Die deutschen Autofahrer tanken auch fünf Monate nach Einführung von E10 nicht gern die neue Benzinsorte. Nur jeder siebte Kunde kaufte im Juni den Biokraftstoff. mehr...

E10-Einführung Der Preis soll es richten

Die Einführung des Öko-Benzins E10 war ein Desaster. Bis Ende des Jahres wird der Treibstoff in ganz Deutschland erhältlich sein und doch noch ein Erfolg werden. Denn: In Zukunft wird E10 die billigste Benzinsorte. mehr...

 
Partnerangebot Kfz-Versicherungsvergleich

Versicherungsbeiträge erhöht? Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht und sparen Sie bis zu 500€ im Jahr. mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft