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16. April 2009, 15:34 Uhr

Deutsch und teuer ist spitze

Viel Freude bei den deutschen Premiumherstellern. In der jährlichen ADAC-Pannenstatistik haben sie ihren Vorsprung weiter ausgebaut. Opel und Ford konnten dagegen nicht glänzen. Die Japaner, die lange Zeit in Sachen Zuverlässigkeit Vorbild waren, bauten weiter ab.

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Die Top-Positionen in der Pannenstatistik beweisen die Audiqualität© Hersteller

Teuer einzukaufen, scheint sich doch zu lohnen. Die deutschen Premiumherstellern verkaufen offenbar nicht nur ein besonderes Image, sondern liefern auch eine herausragende Qualität für das Geld. In der jährlichen ADAC-Pannenstatistik haben sie ihren Vorsprung weiter ausgebaut. Dies gilt aber vor allem für die teuren Marken. Opel und Ford können sich dagegen nicht im Licht einer makellosen Pannenbilanz sonnen. Laut ADAC haben Ford und Opel große Probleme bei der Zuverlässigkeit. Auch ein Trend setzt sich fort: Die japanische Konkurrenz fällt weiter zurück. Die Zeiten, als Japaner in Sachen Zuverlässigkeit allen anderen und auch den deutschen Herstellern das Fürchten lehrten, sind vorbei.

Audi führt an

Im Jahr 2008 lagen deutsche Hersteller in sieben der acht ausgewerteten Fahrzeugklassen auf dem ersten Platz. Spitzenreiter ist Audi mit drei ersten Plätzen für den A2, A3 und A6. Lediglich in der Kategorie der kleinen Vans liegt mit Citroën ein französischer Hersteller vorn. Für Audi ein sehr erfreuliches Ergebnis, mit Macht behaupten die Ingolstädter ihre Position inmitten der Premiumklasse. Interessant ist das Ergebnis auch für Autofahrer mit mittleren Budget. Vom Qualitätsniveau bei Audi profitieren eben nicht nur die teuersten Modelle, auch A3 und A2 glänzen mit Bestwerten. Für die Besitzer der teuren Premiumfahrzeuge ist das ein tröstliches Ergebnis. Hier wird die landläufige Ansicht, auch mit dem billigsten Neufahrzeug komme man von A nach B, relativiert.

Die Edelklasse und der Rest

Der ADAC konstatiert bei den deutschen Wagen eine "Zweiklassengesellschaft". Die teuren Marken Audi, BMW und Mercedes haben sich in puncto Pannensicherheit ein Level erreicht von dem etwa Ford weit entfernt ist. Ford mit dem Ka, Mondeo, S-Max und Transit in vier Klassen die Modelle mit den meisten Störungen. Zu ausländischen Premiumherstellern sagt die Statistik übrigens überhaupt nichts aus. Wagen von Lexus oder Infinion sind Seltenheiten auf deutschen Straßen. Wegen der geringen Stückzahlen fallen sie aus der Statistik heraus, so wie alle Exoten.

Bei den ausländischen Herstellern schnitten die französischen Hersteller Peugeot und Renault am schlechtesten ab. Das ist nicht neu, aber dass die früher als besonders pannenresistent geltenden japanischen Marken so nachgelassen haben, überrascht. Seit Jahren holen hier die deutschen Hersteller auf, aber inzwischen rangieren die Japaner nur noch im Mittelfeld. Die zuverlässigsten Importfahrzeuge waren laut ADAC-Pannenstatistik von Toyota. Immerhin ist der Toyota Aygo in der kleinen Klasse fast so pannensicher wie der Audi A2.

Immer Kummer mit der Strom

Auch ein Trend bleibt gleich, die häufigste Pannenursachen waren eine defekte Batterie und Probleme mit der Fahrzeugelektrik: Rund 40 Prozent der Pannenautos blieben deshalb liegen. Immer mehr Batterien sind den vielen Stromverbrauchern im Auto nicht mehr gewachsen. Die aktuellen Ergebnisse basieren auf der Auswertung von 2,5 Millionen der insgesamt 3,7 Millionen im vergangenen Jahr registrierten Pannen. Für die Statistik wertet der ADAC nur Autos aus, die seit mindestens drei Jahren unverändert gebaut und in einem Jahr mindestens 10.000mal verkauft wurden.

DPA/Kra
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
burri (17.04.2009, 22:04 Uhr)
ADAC Pannenstatistik ist für den A....!
Die sog. Pannenstatistik kann man getrost in der Pfeife rauchen. Die selbsternannten Premiumhersteller unterhalten eigene Service-Flotten, die z.B. über die Mobilitätsgarantie die häufigsten Pannen abschöpfen. Im Klartext: Die tauchen beim ADAC überhaupt nicht auf. Die nach m.M. einigermassen verlässlichen und aussagekräftige Informationen über die Qualitäten der div. Marken und Modelle erhalte ich aus den TÜV-Berichten.
Also liebe ADAC-Leute: Schmeißt Eure schon lange überholten Zahlen in den Müll!
tagora-sagittara (17.04.2009, 02:23 Uhr)
Was hat der Stern....
für diese gefälschte Statistik kassiert???
Jeder Audifahrer weiß,... schlimmer geht es nimmer!!
Die Elektronik und Fahrwerksprobleme sind seid Jahren bekannt,... geändert hat sich nichts.
Bei diesem Artikel hat man das Gefühl,... da unterstützt jemand die Haldenräumung!!... jedoch vergebens,... nie wie Audi!!!
bud.alien (16.04.2009, 22:05 Uhr)
ach ja, Statistiken........
unser Unternehmen hat seit dem Jahr 2000 nur Firmenfahrzeuge von Ford (Focus+Mondeo)im Einsatz, natürlich gibt es hin und wieder kleinere Reparaturen wie bei allen Autos, aber (toi-toi-toi) sind noch nie liegengeblieben; dabei ist unser ältester Focus 1,6 l Benziner mit 100 PS fast 10 Jahre alt und hat 260.000 km auf dem Buckel. Ich geh mal davon aus, dass in Zeiten der Wirtschaftskrise der Verkauf von deutschen Premiumherstellern angekurbelt werden muss und ADAC gibt dazu gerne Hilfestellung
wayan (16.04.2009, 19:25 Uhr)
Audi A2
soso.....da glänzt der a2 in der pannenstatistik.....
mir hat mal ein adac mensch gesagt,nachdem ich zum x.ten mal mit meinem a2 von denen abgeschleppt wurde,dass die nur so weit oben in der pannenstatistik beim adac stehen,weil die einen eigenen pannendienst haben....
ich jedenfalls kann nur sagen...der a2 ist das mit abstand schlechteste auto,was ich je besessen hab....da geht so ziemlich alles kaputt,was man sich nur denken kann...vom anlasser bis zur zentralverriegelung ist mittlerweile alles repariert worden.....
vom konzept her ein geniales auto.....aber die qualität ist das letzte....
die krönung ist aber die arroganz der audi mitarbeiter in den werkstätten...nicht nur,dass sie etwas reparieren wollen,was gar nicht defekt ist.....oder dass sie nicht in der lage waren,das getriebeöl zu wechseln weil das passende werkzeug nicht vorhanden war...(vorsprung durch techenik...;o))...)...nachdem mir das rechte vordere federbein gebrochen war,bekam ich auf die frage,wie sowas bei einem auto dieser marke passieren kann,die antwort,man habe ,als das auto gebaut wurde halt schlechten stahl in china gekauft.....
danke audi....das war`s.....nie wieder....
TschiTschi (16.04.2009, 18:40 Uhr)
Kann es bei den Premium-Anbietern ...
... vielleicht auch daran liegen, dass sie ihre eigene Pannen-Rufnummer haben. Und im Falle einer Panne dann diese gewählt wird, statt die des ADAC?
Cane1976 (16.04.2009, 18:23 Uhr)
Soso...
"Wagen von Lexus oder Infinion sind Seltenheiten auf deutschen Straßen"
Ok. Die Fahrzeuge von Infinion spielen wirklich keine große Rolle, seit deren "Kleinwagensparte" Qimonda so ins Trudeln gekommen ist.
Schlimmer Bock. Etwas mehr Sorgfalt bitte!
Zu den deutschen Fahrzeuganbietern kann man wohl sagen, dass sie ihre Hausaufgaben anscheinend gemacht haben.
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