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26. November 2008, 09:18 Uhr

Der große Taxi-Frust

Das Auto versifft, der Fahrer grantig, die Route viel zu lang? Der ADAC hat die Qualität von Taxis in deutschen Großstädten unter die Lupe genommen. Was die Tester dabei herausfanden, war teilweise haarsträubend. Einmal wurde sogar eine Einbahnstraße verkehrt herum durchfahren.

Das Taxengewerbe klagt über hohe Spritpreise und einen hohen Wettbewerb, aber viele Taxifahrer geben auch Anlass zu Klagen© Miguel Villagran/AP

Fahrer, die keine Ahnung hatten, wo es hingehen sollte. Massive Überschreitungen der erlaubten Geschwindigkeit. Auch falsch durchfahrene Einbahnstraßen gab es zu beanstanden.

Der Automobilclub testete im Sommer in zehn deutschen Großstädten die Qualität von Taxifahrten. Alle Strecken wurden sowohl tagsüber als auch nachts abgefahren, jeweils von einem Mann und einer Frau. Anhand einer Checkliste vergaben die Tester Punkte in den Kategorien Sauberkeit des Taxis (20 Prozent des Endergebnisses), Routentreue und Tarif (40 Prozent). Das Verhalten des Fahrers fiel mit 40 Prozent ins Gewicht. Jede achte Taxifahrt ist mit den Bewertungen "mangelhaft" oder "sehr mangelhaft" durchgefallen.

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Das Ärgernis saß meist hinter dem Steuer. Fast jeder fünfte Fahrer verfehlte ein "Ausreichend". Auch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft waren bei manchen Fahrern Fehlanzeige, ebenso Deutschkenntnisse. Aber nicht alles war schlecht. Immerhin 70 Prozent der Fahrten schnitten mit "gut" oder "sehr gut" ab. Viele Fahrer wussten gut über Restaurants und Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt Bescheid. Und: Nur die wenigsten Fahrer fuhren Umwege, um Gebühren herauszuschinden. Topservice gab es in Nürnberg, Schlusslicht war Frankfurt.

 
 
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