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13. September 2010, 11:15 Uhr

Mit Motoren Werbung für Olympia machen

Von St. Petersburg geht es einmal durch Russland nach Sotschi. Die Teilnehmer bringen dabei eine Strecke von über 4500 Kilometern hinter sich. Doch nicht der Motorsport steht im Mittelpunkt, der Fokus liegt auf den Olympischen Winterspielen 2014.

Silk Way Rallye, Putin, Sotschi

Start in St. Petersburg© Kirill Kudryavtsek/AFP

Nach der Podiumsüberfahrt in St. Petersburg vor dem Winterpalast, bei der die Teilnehmer einzeln den Zuschauern vorgestellt wurden, ging es für die Teilnehmer auf einem ehemaligen Panzerübungsgelände in die erste Prüfung. Die hatte es auch gleich in sich. Tückische Sprunghügel, Löcher und Wasserdurchfahrten machten den Fahrern das Leben schwer. Einige Piloten mussten bereits nach wenigen Kilometern auf Hilfe warten, um Unfallschäden zu reparieren.

Sieger waren nach der 86 Kilometer langen Prüfung das südafrikanisch/deutsche Duo Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz von Volkswagen Motorsport. "Der perfekte Weg in die Rallye zu starten", freute sich De Villiers im Ziel.

"Aber die Etappe war nicht einfach. Der Weg war eng und die Löcher tief." Die Dakarsieger von 2010 Carlos Sainz und Lucas Cruz kamen auf dem vierten Rang ins Ziel. Bei ihnen hatte sich nach einer Wasserdurchfahrt die Fronthaube auf einer Seite gelöst und versperrte dem Co-Piloten Cruz die Sicht. Der Deutsche Matthias Kahle, der in einem Buggy unterwegs ist, hatte besonderes Pech. Seine Scheibenwischer waren kaputtgegangen. Ohne Sicht konnte er nur sehr langsam durch die Wasserlöcher fahren und verlor viel Zeit.

In den kommenden sieben Tagen werden die Piloten verschiedene Vegetationsgebiete durchfahren. Nach den engen Passagen durch die Birkenwälder im Norden, stoßen die Teilnehmer in zwei Tagen in die weite Steppe vor, gefolgt von sandigen Pisten. Sogar Dünen stehen auf dem Programm bevor es ans schwarze Meer und ins Ziel Sotschi geht. "Wir dürfen diese Rallye nicht unterschätzen", so Timo Gottschalk aus dem Volkswagen Team. "Da kommt noch einiges auf uns zu."

Die Rallye soll nicht nur den Motorsport nach Russland bringen und die einheimischen Fans belustigen. Die russischen Veranstalter machten mehrfach deutlich, dass sie mit der Veranstaltung auch die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi fördern wollen. So hatte sich Regierungschef Vladimir Putin dafür ausgesprochen die Silk Way Rallye die nächsten vier Jahre zu veranstalten. Immer mit Ziel in Sotschi.

Deswegen hatte sich die russische Organisation dafür entschieden, nach 2009, erneut mit der französischen Sportorganisation ASO zusammenzuarbeiten. Die ASO veranstaltet nicht nur die berühmte Rallye Dakar, sondern auch die Tour de France. Damit soll der Zugang zu internationalen Medien und Kontakten gewährleistet werden.

Stefanie Szlapka
 
 
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