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Spotify steht die größte Änderung seit Jahren bevor

Spotify hat weltweit mehr als 100 Millionen Nutzer, knapp die Hälfte zahlt. Die Kostenlos-Nutzer erwartet demnächst eine einschneidende Änderung.

Spotify Musikstreaming Apple Music

Spotify ist die Nummer eins - hat bei Exklusiv-Deals aber das Nachsehen.

ist der König der Musikstreamingdienste. Weltweit hat der Dienst mehr als 100 Millionen Nutzer, rund 50 Millionen zahlen dafür jeden Monat eine Abo-Gebühr. Im Gegensatz zur kostenlosen Version bekommen Premium-Nutzer eine bessere Soundqualität, eine Offline-Funktion und sie können ihre Musik komplett ohne Werbeunterbrechungen hören. Das grundlegende Angebot unterscheidet sich aber nicht: Ob man zahlt oder nicht, alle haben Zugriff auf den gleichen Musikkatalog.

Das könnte sich demnächst ändern: Wie die für gewöhnlich gut informierte "Financial Times" berichtet, hat Spotify sich mit führenden Labels darauf geeinigt, dass einige der größten Neuerscheinungen in Zukunft lediglich Premium-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Kostenlos-Nutzer können die Alben und Singles dagegen einige Monate lang nicht abspielen.

Besser suchen und Party-Modus: Mit diesen 10 Tricks holen Sie alles aus Spotify heraus
Spotify Tricks

1. Musik entdecken: Song- und Künstler-Radio starten

Manchmal entdeckt man einen neuen Song - und sucht sofort nach mehr Musik in diesem Stil. Dabei kann Spotify helfen. Wählen Sie dazu den gewünschten Song. Klicken Sie am PC oder Mac mit der rechten Maustaste darauf, in der App halten Sie den Titel gedrückt. Nun wählen Sie "Gehe zu Song-Radio" und schon erstellt Spotify eine Playlist auf Basis dieses Songs. Die ist nun auch unter dem "Radio" ganz einfach wiederzufinden.
Genauso lassen sich auch Radio-Sender auf Basis eines Künstlers erstellen. Dazu gehen Sie auf die Seite des Künstlers und wählen das Drei-Punkte-Symbol. Hier findet sich der Punkt "Künstler-Radio starten".
Übrigens: Mit den Symbolen für "Daumen hoch" und "Daumen runter" passen Sie den Radio-Sender an den eigenen Geschmack an. Für schlecht befundene Songs bricht Spotify sofort ab, sie werden in diesem Sender nicht mehr abgespielt. Gute Songs dagegen kommen häufiger wieder vor.

Spotify will Exklusiv-Rechte

Für den Musikdienst ist dieser Strategiewechsel ein radikaler Schritt, denn der Gratis-Modus war bislang ein wertvolles Instrument, um Neukunden anzulocken. Das war der Konkurrenz seit Jahren ein Dorn im Auge, vor allem Apple Music (20 Millionen Abonnenten) und Tidal (3 Millionen). Beide setzen ausnahmslos auf ein Abonnententen-Modell, was bei der Musikindustrie deutlich besser ankommt: Künstler wie Herbert Grönemeyer oder Taylor Swift sind auf Spotify gar nicht vertreten, sondern exklusiv mit allen auf Apple Music. Tidal punktete dagegen mit Exklusiv-Starts der Alben von Beyonce, Rihanna und Jay Z.

Durch die neue Marschrichtung erhofft sich Spotify nicht nur mehr Abonnenten, sondern auch einen besseren Stand bei Künstlern. Als Pop-Ikone Taylor Swift ihre Songs aus dem Musikstreamingdienst entfernt hatte, schrieb sie: "Musik ist Kunst, und Kunst ist wichtig und selten. Seltene Dinge sind wertvoll. Und für wertvolle Dinge sollte man zahlen. Meiner Meinung nach sollte Musik nicht kostenlos sein." Den Gerüchten zufolge könnte Spotify durch diesen Schritt auch Lizenzgebühren einsparen, die regelmäßig an die Musikverlage gezahlt werden.

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