19. September 2012, 14:00 Uhr

Das iPhone 5 im Test

Eine Überraschung ist Apple mit dem iPhone 5 nicht gelungen. Wer das Smartphone verwendet, sieht aber, an wie vielen Stellen Apple das Gerät optimiert hat. Wenn es bloß nur nicht so teuer wäre.

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Alles im Griff: Im Gegensatz zu vielen anderen großen Smartphones lässt sich das iPhone 5 meist bequem mit einer Hand bedienen©

Länger, dünner, leichter" - die Hauptbotschaft von Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung des neuen iPhone 5 war den meisten Apple-Fans schon seit geraumer Zeit bekannt. Obwohl der Manager noch im Mai damit kokettiert hatte, die Geheimniskrämerei rund um neue Apple-Produkte "zu verdoppeln", waren im Vorfeld der Präsentation in San Francisco Fotos und Videos im Web aufgetaucht.

Fasst sich gut an, guckt sich gut an

Um so erstaunlicher ist es, dass man beim ersten direkten Kontakt mit dem neuen Apple-Smartphone dann doch noch überrascht wird. Da das Gehäuse aus anodisiertem Aluminium und Glas schon auf den ersten Blick einen sehr robusten Eindruck macht, erwartet man eigentlich ein deutlich schwereres Gerät. Doch im Vergleich zum Vorgängermodell 4S hat das neue iPhone 5 noch einmal 20 Prozent an Gewicht abgespeckt und wiegt nur noch 112 Gramm, obwohl der Bildschirm spürbar in der Höhe gewachsen ist. In dieser Gewichtsklasse liegen sonst nur Smartphones in billig wirkenden Plastikgehäusen.

Das Display des iPhone 5 im spielfilmfreundlichen 16:9-Format zählt nun 1136 mal 640 Bildpunkte und wurde um 176 Bildschirmzeilen erweitert. Im Gegensatz zu etlichen XXL-Smartphones mit ähnlich hohen und deutlich breiteren Bildschirmen kann man das Apple-Phone weiterhin mit einer Hand bedienen, weil der Daumen auch in Ecken des Displays reicht. Bei der Farbdarstellung hat Apple noch einmal zugelegt und erreicht nun einen deutlich größeren Farbraum (sRGB), was für ein Smartphone beachtlich ist.

Spürbar schneller

Angetrieben wird das iPhone 5 vom neuen Prozessor A6, der laut Apple doppelt so schnell sein soll wie der A5 im Vorgängermodell. Diese Aussage bestätigt sich im Praxistest weitestgehend. Bei Benchmark-Tests registrierten wir einen Leistungszuwachs um den Faktor 1,75. Für den Neustart braucht das neue iPhone nur noch 19 Sekunden (statt 29 Sekunden beim iPhone 4S). Alle Apps öffnen sich spürbar schneller. Und auch die Webseiten bauen sich flotter auf.

Obwohl in dem Apple-Chip nur zwei Prozessorenkerne stecken, kann die Leistung des iPhone 5 mit Quad-Core-Geräten wie dem Galaxy S3 mithalten. Das liegt auch daran, dass es den Apple-Ingenieuren gelungen ist, die Grafikleistung spürbar zu steigern. Das macht sich in der Praxis beispielsweise bei aufwendigen Spielen wie "Reckless Racing 2" bemerkbar.

Auch der Hauptspeicher (RAM) wurde deutlich aufgestockt und vermutlich auf ein Gigabyte verdoppelt. Bei einem Modell mit 64 Gigabyte Gesamtspeicher bleiben netto noch gut 57 Gigabyte für Apps, Songs, Videos und andere Dokumente übrig.

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