Gut erforscht haben Wissenschaftler, wie so genannte Probiotika wirken - das sind Joghurts oder andere Milchprodukte mit lebenen Bazillen. Sie stärken tatsächlich unsere Abwehr. In einer groß angelegten Untersuchung werteten Statistiker alle korrekt ausgeführten Probiotika-Studien aus. Ihr Ergebnis: Die Bakterienkulturen verringern das Risiko für Durchfälle. Belegt ist die Wirkung von Probiotika bei:
Allerdings sind die Joghurts kein Wundermittel: Probiotika können zwar Durchfälle verhindern, die aufgrund von Antibiotika entstehen. Aber sie wirken nicht bei allen und nicht hundertprozentig. Zudem stecken in jedem Joghurt andere Bakterien-Kulturen, deshalb hilft nicht jedes Produkt gleich gut bei allen Menschen. Wie viel Probiotika Sie essen müssen, um den Anti-Durchfall-Effekt zu erzielen, hängt ebenfalls von der verwendeten Mikroben-Unterart ab. Die wiederum wird auf den Packungen meist nicht genannt.
Dass Muttermilch gesund ist, wissen Forscher schon lange. Experten raten daher, Neugeborene in den ersten vier bis sechs Monaten ihres Lebens zu stillen.
Muttermilch enthält beispielsweise Ganglioside. Das sind Verbindungen aus Fetten und Zuckermolekülen. Sie können das Immunsystem des Kindes günstig beeinflussen, weil sie bestimmte Rezeptoren imitieren. Viren, Bakterien und die von ihnen gebildeten Gifte docken an den Rezeptor-Ersatz an - und sind somit unschädlich.
Außerdem enthält Muttermilch Enzyme und Eiweiße, die das Baby vor Entzündungen und Infektionen schützen. Fachleute vermuten, dass es noch viele weitere, bislang unbekannte bioaktive Substanzen in der Muttermilch gibt.