Zum Beispiel: ASS+Paracetamol+Koffein (Thomapyrin, Neuralgin, Titralgan, Boxonal), Paracetamol+Metoclopramid (zum Beispiel Migränerton).
Kombinationspräparate enthalten mehrere Wirkstoffe: entweder verschiedene Schmerzmittel oder zusätzlich weitere Inhaltsstoffe wie Koffein, Kodein, Mittel gegen Übelkeit. Sie können auch Beruhigungsmittel und viele weitere Substanzen enthalten. Die unterschiedlichen Wirkstoffe sollen den Schmerz besser hemmen. Außerdem ist es nicht nötig, mehrere Tabletten zu nehmen.
Kombinationspräparate haben aber auch Nachteile. Daher empfehlen Kopfschmerzexperten grundsätzlich, bevorzugt Schmerzmedikamente mit nur einem Wirkstoff zu verwenden. Die Gründe: Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich bei Kombinationspräparaten deutlich. Bei Dauergebrauch ist die Wahrscheinlichkeit eines Schadens zum Beispiel an der Niere um ein Vielfaches größer. Außerdem steigt die Gefahr, abhängig zu werden und einen Dauerkopfschmerz durch die Schmerzmittel zu bekommen.
Die Kombination von Schmerzmedikamenten mit einem Mittel gegen Übelkeit bei Migräne ist nicht sinnvoll, da Sie das Mittel gegen Übelkeit schon eine Viertelstunde vor dem Schmerzmittel einnehmen müssen.
Auch die Kombinationen mit Schlafmitteln (Barbiturate) oder dem gefäßverengenden alten Migränemittel Ergotamin ist nicht empfehlenswert. Zu hoch ist das Risiko, dass diese Medikamente mit den Schmerzmitteln zusammen unkontrolliert genommen werden. So kann es sehr schnell zur Abhängigkeit oder schweren Nebenwirkungen wie Durchblutungsstörungen an Händen und Beinen kommen.
Über Kombinationspräparate mit Koffein sind Experten sich nicht einig. Einer Untersuchung zufolge soll das Koffein durch seine anregende Wirkung dazu verleiten, die Schmerzmittel viel länger als nötig zu nehmen. Dadurch erhöhe sich das Risiko, einen schmerzmittelbedingten Dauerkopfschmerz zu entwickeln. Auch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt grundsätzlich bevorzugt Schmerzmittel mit nur einem Wirkstoff.
Einige Experten finden aber die Warnung vor Kombinationspräparaten mit Koffein übertrieben. So soll gerade die Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein besonders wirksam sein, da sich die verschiedenen Stoffe in ihrer Wirkung ergänzen. Koffein wirke dabei quasi als Beschleuniger: Einer Studie zufolge unterstützt Koffein den schmerzstillenden Effekt von ASS und Paracetamol, weil es die Gefäße beeinflusst. Dadurch werden insgesamt weniger Schmerzmittel benötigt. Dieser Effekt, so heißt es, sei aber nicht größer, als wenn jemand zu der Schmerztablette eine Tasse Kaffee tränke. Viel wichtiger ist es nach Meinung der Koffein-Befürworter, auch die Kombinationspräparate nicht zu oft einzunehmen.