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21. Februar 2012, 11:35 Uhr

Taxifahrer wird Zeuge der Präsidenten-Kür

In einem Taxi zum Kanzleramt: Als Joachim Gauck am Sonntagabend ein Taxi am Flughafen Tegel nahm, wollte er nach Hause. Doch auf dem Weg dorthin, rief die Kanzlerin an und Gauck sollte umgehend ins Kanzleramt kommen. Jetzt erzählt der Taxifahrer von seinem überrumpelten Gast.

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Auf dem Heimweg wurde Joachim Gauck von der Kanzlerin zur Umkehr gezwungen: Per Taxi ging es direkt ins Kanzleramt© DPA

Er begann seine Fahrt mit einem freundlichen älteren Herren und beendete sie mit dem designierten Bundespräsidenten: Der Berliner Taxifahrer Vadim Belon war am Sonntag Zeuge, wie Joachim Gauck am Telefon von seiner Kür für die Nachfolge Christian Wulffs erfuhr. Der "Bild"-Zeitung vom Dienstag sagte Belon, als Gaucks Handy klingelte, habe er die Musik leiser gedreht. "Als Taxifahrer hört man nie so genau hin, was die Leute am Telefon sagen. Aber ich habe trotzdem gehört, wie er sagte: 'Okay, ich bin einverstanden. Ich mache das'", berichtete der 44-Jährige von dem historischen Moment.

Plötzliche Richtungsänderung: ins Kanzleramt

Der Taxifahrer hatte Gauck am Flughafen Tegel eingeladen, am Berliner Kaiserdamm sei es dann zu dem Telefonat gekommen. Gauck habe danach ganz ruhig die neue Route bestimmt. "Sie fahren jetzt den neuen Bundespräsidenten. Wir müssen die Richtung ändern und direkt zum Bundeskanzleramt fahren." Bei der Ankunft dort habe das Taxameter 23,20 Euro erreicht. "Herr Gauck hat bar bezahlt und ein gutes Trinkgeld gegeben", sagte Belon der "Bild". Als Souvenir für diese einmalige Fahrt ließ sich Belon noch auf seinen Personenbeförderungsschein ein Autogramm geben. Der Fahrer sollte nun noch am Dienstagabend Gast bei ARD-Talker Thomas Gottschalk werden.

swd/AFP
 
 
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