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12. Februar 2009, 08:19 Uhr

Mutter der Achtlinge bittet um Spenden

Riesen-Wirbel um Nadya Suleman, die Mutter der in Kalifornien geborenen Achtlinge: Dass sie ihre insgesamt 14 Kinder nur mit Hilfe staatlicher Unterstützung aufziehen kann, hat für heftige Empörung gesorgt. In Leserbriefen und Blogs machen die Kalifornier ihrem Ärger Luft, schimpfen Suleman eine Idiotin. Die ficht das nicht an. Sie bittet im Internet um Spenden - und will ab Herbst wieder studieren.

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Der kleine Nariyah, einer der in Kalifornien geborenen Achtlinge, bekommt von dem Wirbel um seine Mutter Nadya noch nichts mit© AP/NBC News

Knapp drei Wochen nach der Geburt der kalifornischen Achtlinge bittet die Mutter im Internet um Spenden für ihre Familie. Auf einer eigens eingerichteten Website heißt es: "Wir danken für die Liebe und die guten Wünsche, die uns aus aller Welt geschickt werden." Darauf sind Fotos der sechs Jungen und zwei Mädchen und ihrer 33-jährigen Mutter zu sehen, die sich als "stolze Mutter von 14" präsentiert. Die am 26. Januar geborenen Babys "sind alle gesund und werden täglich kräftiger", schreibt Nadya Suleman. Webseitenbesucher finden einen Link zu einem Spendenkonto und eine Adresse für Geschenksendungen.

Einen Großteil der Kosten für die inzwischen 14 Kinder der arbeitslosen Suleman dürften allerdings die kalifornischen Steuerzahler zu tragen haben - was angesichts eines milliardenschweren Haushaltsdefizits öffentliche Empörung ausgelöst hat.

Bislang wurde Suleman, die neben den Achtlingen schon sechs Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren hat, bereits mit Lebensmittelgutscheinen in Höhe von 490 Dollar (380 Euro) monatlich unterstützt. Außerdem erhielt sie staatliche Unterstützung für drei ihrer Kinder, die behindert sind. Die Kosten für die Versorgung der Ende Januar geborenen Achtlinge wird das Krankenhaus vermutlich den Behörden in Rechnung stellen, wie die "Los Angeles Times" schrieb.

Suleman selbst erklärte, die künstlichen Befruchtungen, über die alle ihre Kinder gezeugt wurden, hätten rund 100.000 Dollar gekostet. In der Öffentlichkeit lösten diese Berichte einen Sturm der Entrüstung aus. Im Fall der Großfamilie Suleman brauche es für die Erziehung von 14 Kindern nicht nur das sprichwörtliche Dorf, "sondern die gemeinsamen Mittel von Land, Staat und Bundesregierung", schrieb Tim Rutten, der Kolumnist der "Los Angeles Times", am Mittwoch. Sulemans Geschichte sei einfach grotesk.

Blogger bezeichneten die 33-jährige Mutter als "Idiotin", weil sie sich für weitere Babys entschieden habe, obwohl sie nicht einmal für ihre bisherigen Kinder selbst finanziell habe sorgen können. "Warum sollten meine Frau und ich als Steuerzahler Unterhalt für 14 Suleman-Kinder zahlen", schrieb Charles Murray in einem Brief an die "Los Angeles Daily News".

In ihrem bislang einzigen Interview seit der Geburt hatte Suleman erklärt, sie wolle nicht lang auf öffentliche Unterstützung angewiesen sein. Auf der Website thenadyasulemanfamily.com gibt es gleich zwei Möglichkeiten, um per Mausklick Geld für die Großfamilie zu spenden. Im Interview des Fernsehsenders NBC erklärte Suleman, sie wolle im Herbst ihr Studium an der California State University wieder aufnehmen. Unterstützung erhofft sie sich dabei von der dortigen Kindertagesstätte, freiwilligen Helfern und Krediten.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
binausgold (12.02.2009, 16:50 Uhr)
es ist nicht nachzuvollziehen...
wenn ich kinder haben möchte, dann muß ich die auch selbst versorgen können. ich hab den eindruck diese frau kann sich noch nicht mal selbst versorgen. wer mit 33 immer noch studiert??? und bei einem bin ich mir nicht so sicher...ob kinder solcher personen auch so verantwortungsvoll sind, wie es die meisten erhoffen. denn eines beweisen ja die statistiken. kinder, deren eltern schon abhängig von sozialhilfe waren, die werden das auch selbst als erwachsene zu einem sehr großen teil. und eines stelle ich (leider) auch häufg fest. gerade diese materiell schwachen "vermehren" sich immer mehr. deswegen stimmt das auch nicht was man immer sagt, von wegen demografie! die ganzen kinder nützen nix, wenn sie ungebildet und in ihrem verhalten sozial schwach sind. die kosten die gesellschaf dann wiederum geld. geld, das wir jetzt schon nicht mehr haben und welches in zukunft erst recht nicht mehr da sein wird.
ich glaube nicht, daß künftige generationen unsere rente bezahlen, zumindest nicht unter diesen voraussetzungen.
mgoldbach (12.02.2009, 10:51 Uhr)
14 Kinder und kein Geld
Es wird vom Steuerzahler schon genügend Wahnsinn bezahlt - dafür kann ein rechtschaffender Bürger kein Verständniss aufbringen. Ich persönlich würde eher für den geretteten Koala und dessen Pflege spenden. Denn dieses Säugetier kann für seine bemitleidente Situation wirklich nichts!!!
gelegenheitsposter (12.02.2009, 09:55 Uhr)
das bischen

Das bischen für einen guten Zweck soll schon Schmarotzertum sein ...
Was sind dann Abwrackprämie und Konjunkturprogramm, von denen immer dieselben profitieren und der grösste Teil leer ausgeht ??
Corazito3333 (12.02.2009, 09:33 Uhr)
2 Väter ohne Verantwortung
es gibt einen Samenspender (Vater) und den Arzt der eingepflanzt hat (Zweitvater) - die dürfen dann auch zahlen, die Väter!!! Es gibt soviel hungernde elternlose Kinder in dieser Welt, wenn die Tussi "einsam" ist, kann sie sich um bestehende Kinder kümmern!! Es ist absolut egoistisch und verantwortungslos von dieser Frau, dem Arzt + Samenspender!
Schwaebin (12.02.2009, 09:19 Uhr)
Also ich kann...
den Ärger der Kalifornier sehr gut nachvollziehen. Wie kann jemand sich auf Kosten der Allgemeinheit künstlich befruchten lassen, wenn man schon nicht für die bereits vorhanden Kinder Verantwortung tragen kann?
Es geht ja nicht nur um 1-2 Kinder, sondern um inzwischen 14. Wie will diese Frau sich um alle kümmern, wenn sie auch noch weiterstudieren will?
In meinen Augen ist das Schmarotzertum.
tamm0r (12.02.2009, 09:19 Uhr)
@undjetztnochder
Es kann doch nicht sein, dass eine(!) Frau das leisten will und kann, was normalerweise 7 Elternpaare leisten. Man kann doch nicht willkürlich Kinder in die Welt setzen, Demografie hin oder her. Wer versorgt die Kinder finanziell? Wer kümmert sich um die Erziehung, wenn die alle mal größer sind? Mach doch mal Hausaufgaben mit 6 Kindern auf einmal?! Von der Vorbildfunktion der Mutter mal ganz zu schweigen... traurige Sache für die Kinder, denn die werden letzten Endes für die Dummheit ihrer Mutter bezahlen...
undjetztnochder (12.02.2009, 09:10 Uhr)
Geänderte Meinung
Vor ein paar Jahren hätte ich über solche Leute auch noch geschimpft, und ich weiß nicht genau, wie die Demografie in den USA aussieht. Aber im geburtenschwachen Deutschland ist jedes Baby herzlich willkommen und jede Mutter / jeder Vater, die / der sich für ein Kind oder gar mehrere entscheiden, verdienen einen Orden und auf jeden Fall unsere Unterstützung - moralisch und auch finanziell! Wenn unsere sozialen Sicherungssysteme in 1 oder 2 Generationen weiterhin funktionieren sollen und wir keine massive Zuwanderung wünschen, dann ist jeder in ein Baby investierte Euro eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Wer hier meckert über das "viele Geld" dass Eltern angeblich bekommen, dem rufe ich zu: na, dann bekomm doch selber ein paar Kinder, dann wirst du auch reich ;)
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