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30. Juli 2011, 11:53 Uhr

Hackten sich Murdochs Klatschreporter auch in Computer?

Neue Ermittlungen gegen die "News of the World": Rupert Murdochs einstiges Revolverblatt soll nicht nur Handys angezapft und Polizisten bestochen, sondern möglicherweise auch Computer gehackt haben, um an Informationen zu gelangen.

"News of the World" ist eingestellt, die Ermittlungen von Scotland Yard gehen weiter© Wolfram Steinberg/DPA

Im Abhörskandal um die Boulevardzeitung "News of the World" weitet Scotland Yard die Ermittlungen aus. Wie ein Sprecher der britischen Polizei mittteilte, soll eine neue Sondereinheit Hinweisen nachgehen, wonach das Blatt nicht nur Telefone angezapft, sondern auch Computer gehackt und ausspioniert haben soll. So soll etwa der Computer eines ehemaligen Geheimagenten mithilfe von Trojaner-E-Mails überwacht worden sein.

Der Medienskandal um abgehörte Handys, bestochene Polizisten und andere illegale Recherchemethoden bei "News of the World" hatte Großbritannien in den vergangenen Wochen schwer erschüttert. Rund 4000 Telefone von Prominenten und Privatleuten sollen von der Zeitung abgehört worden sein, darunter auch die von Soldatenwitwen und Mordopfern.

Murdoch-Sohn droht neue Anhörung

Der "News-of-the-World"-Verlag News International gehört zum Medienkonzern von Rupert Murdoch. Dessen Sohn und britischer Statthalter James Murdoch muss sich unterdessen eventuell einer weiteren Anhörung durch britische Parlamentariern stellen. Bereits in der vergangenen Woche hatte er mit seinem Vater vor einem zuständigen Parlamentsausschuss ausgesagt.

Nachdem ehemalige Verantwortliche des Verlages Zweifel an Murdochs Aussage geäußert hatten, sei in Kürze eine Überprüfung geplant, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses. Eine kurzfristige erneute Anhörung Murdochs lehnte der Abgeordnete ab. Später sei dies aber durchaus möglich. Bei der Untersuchung geht es darum, ob Murdoch von den illegalen Recherchemethoden seiner Zeitung wusste.

joe/DPA
 
 
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