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Der 31. Jahrestag der Islamischen Revolution hat es in sich: Während Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad einen Durchbruch im Atomprogramm seines Landes verkündet, braut sich auf den Straßen Gewaltsames zusammen.
Als Präsident Mohammad Chatami in einer Rede an der Universität in Teheran das Scheitern seiner Reformpolitik eingeräumt hatte, schlug ihm die Wut der Versammelten entgegen. Der Auftritt geriet zur Generalabrechnung.
Sie zerreißen Bilder der geistlichen Führung und trampeln auf den Fetzen herum. Während das Regime im Iran den "Atomstaat" feiert, ist es auf den Straßen am Jahrestag der Revolution zu heftigen Protesten gekommen. Die Staatsgewalt schlug in gewohnter Manier zurück.
Der verhasste Schah flieht 1979 ins Exil, unter dem Jubel der Massen kehrt Ayatollah Chomeini zurück. Von nun an regieren die Mullahs. Ein Jahr später überfallen Saddam Husseins Truppen den Iran. Nach Chomeinis Tod beginnt das Regime zögernd, den Menschen mehr Freiheiten zuzugestehen. Doch dann kommt Mahmud Ahmadinedschad an die Macht.
Der Iran kommt politisch nicht zur Ruhe. Der frühere iranische Präsident Mohammad Chatami will das Volk in einem Referendum über die Legitimität der Regierung abstimmen lassen. Falls die Mehrheit der Wiederwahl Ahmadinedschads dann zustimme, werde die Opposition ihren Widerstand dagegen aufgeben, sagte Chatami.
Die iranische Regierung geht gegen Andersdenkende mit äußerster Härte vor: Zensur und Verhaftungen sind Alltag, Internetverbindungen werden künstlich gedrosselt, selbst die Publikation von Schauspielerfotos kann zum Verhängnis werden. stern.de sprach mit einem iranischen Blogger.
Sie tragen grün als Zeichen des Wandels, und sie tragen schwarz als Zeichen der Trauer: In Teheran haben sich trotz Verbots erneut Zehntausende zu Protesten und einem Trauermarsch für getötete Oppositionelle versammelt. Der Druck auf die Mullahs steigt - sogar Geistliche wollen auf die Straße gehen.
Ungewohnte Töne von Mahmut Ahmadinedschad: Bei der Feier des 30. Jahrestags der islamischen Revolution verzichtet der Provokateur vom Dienst auf Hasstiraden gegen die USA und Israel. Stattdessen sucht er den Dialog mit dem alten Erzfeind - und trifft damit offenbar die Gefühlslage seiner Landsleute.
Ein historischer Konflikt droht neu aufzuflammen: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat dazu aufgerufen, Israel von der Landkarte zu tilgen. Die Weltöffentlichkeit reagierte empört.
Staatsgäste aus aller Welt hatten den Weg nach Rom gefunden, um an den Trauerfeiern für Papst Johannes Paul II. teilzunehmen. Die Totenmesse half, tiefe politische Gräben zu überbrücken.
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