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14. April 2010, 16:17 Uhr

Israelische Touristen flüchten aus dem Sinai

Hunderte israelische Touristen flüchten nach einer eindringlichen Terrorwarnung von der Sinai-Halbinsel zurück in ihre Heimat. Es gebe "konkrete Hinweise", dass Terroristen die Entführung israelischer Bürger planten, so die Regierung in Jerusalem.

Nach einer Warnung vor möglichen Entführungen haben hunderte israelische Touristen die ägyptische Halbinsel Sinai verlassen. Nach Angaben eines Polizeisprechers kehrten am Mittwoch und in der Nacht zunächst 430 Touristen nach Israel zurück. Israel hatte seine Staatsbürger am Dienstagabend aufgefordert, "unverzüglich" nach Hause zurückzukommen. Die israelische Anti-Terrorismusbehörde erklärte, sie habe "konkrete Informationen" über eine "unmittelbare Gefahr einer terroristischen Entführungsaktion". Zum Zeitpunkt der Warnung hielten sich nach Polizeiangaben insgesamt 650 israelische Touristen in der beliebten Gegend am Roten Meer auf.

Wie das israelische Armeeradio berichtete, beruhte die Warnung auf einem unbestätigten Gerücht über die angebliche Entführung eines Israelis in der Region. Auf dem Sinai gab es in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge gegen israelische oder westliche Touristen. Im April 2006 kamen bei einem dreifachen Anschlag in Dahab 20 Menschen ums Leben. Im Juli 2005 starben 70 Menschen bei einer Serie von Anschlägen im Badeort Scharm el Scheich, vier verschiedene Gruppen bezichtigten sich der Tat. Im Oktober 2004 wurden bei drei Anschlägen auf ein Hotel und zwei Feriensiedlungen in Taba 34 Menschen getötet.

AFP/APN
 
 
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