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30. Januar 2010, 11:54 Uhr

Peking verstimmt

Die Regierung in Peking hat ein geplantes Waffengeschäft zwischen den USA und Taiwan scharf kritisiert und mit Konsequenzen gedroht.

China hat scharf gegen eine geplante Waffenlieferung der USA an Taiwan protestiert. Das Rüstungsgeschäft im Umfang von mehr als sechs Milliarden Dollar werde die ohnehin angespannten Beziehungen ernsthaft belasten, erklärte das Außenministerium in Peking am Samstag auf seiner Website.

Vizeaußenminister He Yafei bestellte den US-Botschafter ein und forderte ihn auf, die Lieferung umgehend zu stornieren. Ansonsten komme es zu "Konsequenzen, die beide Seiten nicht sehen wollen". Das Pentagon hatte das geplante Rüstungsgeschäft am Freitag offiziell bestätigt. Taiwan erhält demnach unter anderem 114 Patriot-Raketen und 60 Kampfhubschrauber.

Die Lieferung ist Teil eines elf Milliarden Dollar schweren Abkommens zwischen Taiwan und dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush aus dem Jahr 2001. Aus politischen und wirtschaftlichen Erwägungen wurde es gestückelt. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

APN
 
 
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