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10. Februar 2009, 18:44 Uhr

Senat billigt Obamas Konjunkturpaket

Etappensieg für Barack Obama: Nach einem weiteren beschwörenden Appell des US-Präsidenten hat der Senat mit knapper Mehrheit das mehr als 800 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm gebilligt. Allerdings ist es damit nicht in Kraft - eine harte Verhandlungsrunde muss das Paket noch passieren.

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Bei seiner ersten Pressekonferenz seit seinem Amtsantritt warnte US-Präsident Barack Obama erneut vor weiteren Verzögerungen beim Konjunkturpaket© Saul Loeb/AFP

Das über 800 Milliarden Dollar umfassende Konjunkturpaket von US-Präsident Barack Obama für Amerikas kranke Wirtschaft hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Nach dem Abgeordnetenhaus verabschiedete auch der Senat am Dienstag eine Vorlage, die eine staatliche Konjunkturspitze im Rekordumfang von 838 Milliarden Dollar (etwa 655 Milliarden Euro) vorsieht. Allerdings beginnt nun im Kongress ein neues heftiges Tauziehen: Die Senatsvorlage muss mit dem vom Parlament gebilligten Entwurf in Einklang gebracht werden. Angesichts der Differenzen zwischen Demokraten und Republikanern werden noch äußerst harte Verhandlungen erwartet.

Obama begrüßte die Verabschiedung des Pakets im Senat. "Das ist ein guter Start", sagte er in Fort Myers im US-Bundesstaat Florida. Der Präsident will ein Gesetz zur Wiederbelebung der tief in der Rezession steckenden US-Wirtschaft spätestens Anfang kommender Woche unterzeichnen. Bei seinem Auftritt in Florida drängte er den Kongress erneut zur Eile. Angesichts einer drohenden zweistelligen Arbeitslosenquote "können wir es uns nicht leisten zu warten", sagte Obama.

Für die Senatsvorlage stimmten neben den 58 Demokraten auch drei Republikaner. 37 votierten dagegen. Mit Hilfe der drei moderaten Republikaner hatten die Demokraten am Montag auch hauchdünn die nötige Mehrheit von mindestens 60 Stimmen erreicht, um den Entwurf überhaupt zur Abstimmung bringen zu können. Das Volumen war kurz zuvor durch eine Ergänzung von bis dahin 827 auf 838 Milliarden Dollar gestiegen.

Obama hatte auch auf einer Pressekonferenz zur Hauptsendezeit im US-Fernsehen am Montagabend (Ortszeit) gewarnt, dass im Fall neuer Verzögerung oder gar Untätigkeit eine weitere Abwärtsspirale der Wirtschaft drohe, die möglicherweise nicht mehr umkehrbar sei. Das Programm müsse verabschiedet werden, mit oder notfalls auch ohne Unterstützung der Republikaner, forderte der Präsident. Die Schaffung und Rettung von Arbeitsplätzen habe Vorrang vor allen Bestrebungen, einen möglichst breiten Konsens zu erreichen.

Um die gemäßigten Konservativen auf ihre Seite zu ziehen, hatten sich die Demokraten im Senat bereiterklärt, eine ursprüngliche Vorlage um rund 100 Milliarden Dollar abzuspecken. Gestrichen wurde vor allem im Bildungsbereich: So fielen etwa 40 Milliarden Dollar weg, die den einzelnen Staaten für das Schulsystem zur Verfügung gestellt werden sollten. Die Konservativen setzten auch einen höheren Anteil an Steuererleichterungen durch als im ursprünglichen Entwurf vorgesehen.

Insbesondere über diese Kürzungen dürfte es bei den Verhandlungen im Vermittlungsausschuss erbitterte Auseinandersetzungen geben. Die Demokraten im Abgeordnetenhaus, die in der Regel weniger konziliant sind als ihre Kollegen im Senat, legen auf die Förderung des zum Teil maroden öffentlichen Schulsystems großen Wert und haben im Parlamentsentwurf mit einem Gesamtvolumen von 819 Milliarden Dollar auch weniger Steuererleichterungen eingeplant als die Senatsvorlage sie vorsieht.

Die Republikaner argumentieren dagegen, dass Investitionen im Bildungsbereich die Wirtschaft nicht unmittelbar beleben und daher nichts in einem Konjunkturprogramm zu suchen haben. Generell halten sie Steuererleichterungen für das beste Rezept, weil sie Geld zum Ausgeben in die Tasche der Bürger brächten. Susan Collins, eine der drei Republikaner, die sich im Senat auf die Seite der Demokraten geschlagen haben, hat bereits gedroht, dass sie einen Entwurf mit einer stärker ausgabenlastigen Gewichtung nicht mittragen werde.

Reuters/DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Julian2225 (11.02.2009, 01:56 Uhr)
OR (are they)
Wenn Obama dem Volke gestern mitteilt das sein plan 4millionen Arbeitsplaetze erhalten ODER schaffen wird, dann hat der Herr nun wirklich vor dem Ablauf der 100Tage verloren. Die neusten Polls zeugen davon...traurig aber wahr. Dem Anschein nach ist er selbst vom Erfolg des Stimulous plans nicht ueberzeugt und muss sich eine Hintertuer fuer den Nichterfolg oeffnen. Der "yes we can" guy IS just another politcian, because HE CAN'T!! Aussenpolitsch vielleicht hui, innenpolitisch below zero!
jeanclaude (10.02.2009, 23:35 Uhr)
die synapsen brennen durch..
um die uswirtschaft anzukurbeln,soll der konsum "angekurbelt" werden.
mit anderen worten,das masslose verballern von vermögen,welches eigentlich garnicht da ist.
irgendwie verabschiedet sich der letzte rest logik aus den köpfen unsere politiker und wirtschaftsbosse.
war es nicht grade diese abartige amerikanische verschwendungssucht schuld,das wir jetzt vor dem abgrund stehen?
normalerweise sollte man so schnell wie möglich all das was man noch an euro`s oder dollar`s hat verballern,bevor diese zahlungsmittel ihren realen gegenwert....
also den von bedrucktem klopapier erreicht haben..
ich für meinen teil,beginne schonmal zu bunkern.
die blase ist kurz vorm platzen,man kann nur um jeden tag beten,an dem die chinesen für ihre mp3`s ,die ölscheichs und die gold&rohstoffproduzenten keinen lust mehr auf dollars haben und den ganzen dreck raushauen..
dann gehen die lichter aus...
n8g8 (10.02.2009, 21:18 Uhr)
`Cause I´m bad...
Nach meinen Infos (http://www.n-tv.de/1100783.html) will der Superheld Obama EINE "Bad Bank" für ganz Amerika gründen. Ja, ich konnte so viel Unverstand zunächst auch nicht glauben. *tröst*
NUR: Das Merkeli und Stonie Steinbrück nebst Super-Eule mit Silberblick werden sich dann seinem Beispiel SICHER anschließen und eine deutsche Bad Bank für alle Bankster gründen. Aber vielleicht siegen ja auch die mafiösen EU-Strukturen?
Bedauerlicherweise wird dies wieder - wie gehabt - auf Kosten der Steuerzahler gehen. Das sind übrigens NICHT Zumwinkel, Ackermann, Blähdorn, Merkel, Steinmeier, Steinbrück, Münte, DER Geeerd und der künstlich aufgeblähte, gehirnmäßig auf Erbsengröße aufgepustete Wiefelspütz und Co. Die lieben, braven und soooo willigen Hartzies werden GERNE auch entsprechende "Leistungskürzungen" ertragen, wie die Arbeitnehmer auch!!!
DAS gebietet die "Solidarität" im Stil der kapitalhörigen Markt-Merkel-Wirtschaft.
GLOBAL FOR ALL BAD BANKSTER!!!
PS: Langsam wäre es steuerrechtlich devot wirklich an der Zeit, Aktienkäufe der kriselnden Bankster als "SPENDEN" auf Kosten der unterwürfigen Steuerzahler abschreiben zu können.
Sonst verlieren wir ja in Deutschland den "Anschluss" nach unten.
Das geht ja gar nicht, sagt SuPEER und seine rotschwarzkarrierte ANSCHIE: Bankster im Kollektiv sind die Lösung! Wen schert da das Wahl-Volk, wenn für eine ReGIERung keine Mindestwahlbeteiligung grundgesetzlich verankert ist? *natürlicheinereinrhetorischeFrage*
Die übrigens bald nicht mehr ohne Zustimmung der EU gestellt werden darf.
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