Roth will Pädophilie-Vorwürfe klären lassen

1. Mai 2013, 18:26 Uhr

Nach der Debatte ist vor der Untersuchung: Grünen-Chefin Claudia Roth will von unabhängigen Wissenschaftlern prüfen lassen, ob es zur Gründungszeit der Partei pädophiles Gedankengut gab.

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Die Grünen nähern sich eines womöglich heiklen Teils ihrer Parteigeschichte zur Gründungszeit. "Der Bundesvorstand begrüßt es, wenn unabhängige Wissenschaftler die Schriften und Aktivitäten bestimmter gesellschaftlicher Gruppen aus den Achtziger Jahren untersuchen", sagte Parteichefin Claudia Roth "Spiegel Online".

Sie betonte zugleich, dass Gruppen, die sich für Pädophilie einsetzten, in der grünen Partei niemals mehrheitsfähig gewesen seien. "Ganz im Gegenteil: Zu keinem Zeitpunkt hat ein Gremium der grünen Bundespartei einen Beschluss gefasst, der die Entkriminalisierung von sexuellem Missbrauch von Kindern befürwortet hätte." Der Versuch, die Positionen Einzelner in der Vergangenheit zu einer laxen Haltung der Grünen gegenüber dem sexuellen Missbrauch von Kindern umzudeuten, sei unanständig, sagte Roth.

Die Debatte hatte sich entzündet an früheren Äußerungen des grünen Europapolitikers Daniel Cohn-Bendit über Intimitäten mit Kindern. Deswegen hatte es kürzlich erhebliche Turbulenzen um die Auszeichnung Cohn-Bendits mit dem Theodor-Heuss-Preis gegeben.

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