Wieder Streiks an Flughäfen in NRW

14. März 2013, 14:41 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag erneute Streiks an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn angekündigt. Kontrolleure und Sicherheitskräfte beteiligen sich. Es drohen Ausfälle und Verspätungen.

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Bereits am 11. März hatte die Gewerkschaft Verdi zu Streiks am Düsseldorfer Flughafen aufgerufen©

Die Gewerkschaft Verdi weitet im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes die Streiks aus. Nicht nur die Kontrolleure an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn sollen am Freitag ganztägig die Arbeit niederlegen, sondern auch die Sicherheitskräfte des nordrhein-westfälischen Landtags, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag. Damit solle vor der entscheidenden 4. Tarifrunde am 18. März die Entschlossenheit der Arbeitnehmer bekräftigt werden.

In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Ausstände an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn für zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen gesorgt. Nach mehreren erfolglosen Gesprächsrunden wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft nach Angaben von Verdi am Montag wieder verhandeln. "Die Beschäftigten demonstrieren mit ihrem Ausstand noch einmal eindringlich ihre Entschlossenheit in diesem Tarifkonflikt. Wir erwarten am Montag den Durchbruch in den Verhandlungen und wollen vor den Osterferien einen neuen Tarifvertrag unterschreiben", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker.

Zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr Lohn

Die Osterferien im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland beginnen am 25. März. Die Arbeitgeber hätten seit Dezember kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. "Montag muss der Knoten durchgeschlagen werden", erklärte Becker.

Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert - sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde 8,23 Euro. Verdi fordert zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr pro Stunde. In dem Bereich arbeiten in NRW 34.000 Menschen, von ihnen gut 2000 an den Flughäfen. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".

jat/DPA/Reuters
 
 
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