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11. November 2009, 09:47 Uhr
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Warum in Berlin die Autos brennen

Seit Monaten brennen in Berlin immer wieder Autos. Mehr als 260 Brandanschläge zählt der Senat der Hauptstadt allein 2009. Die Hälfte der Anschläge geht laut Innensenator Ehrhart Körting auf das Konto von Linksextremisten, wie er dem stern sagte. Körting will das Problem auch auf technische Weise lindern.

Berlin, Brandanschläge, Körting

Berlins Innensenator Ehrhart Körting berichtet im stern über die Probleme bei der Tätersuche© Nigel Treblin/DDP

Etwa die Hälfte der Brandanschläge auf Autos in Berlin geht auf das Konto von Linksextremisten. Zu dieser Einschätzung kommt der Berliner Innensenator Ehrhart Körting in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern. "Die können wir zuordnen", so Körting, "weil es entweder Bekennerschreiben gibt oder weil die zerstörten Fahrzeuge Unternehmen gehören, die zu den erklärten Zielscheiben der Szene gehören, oder weil sie in die Kategorie Luxusschlitten fallen." Zur linksextremistischen Szene in der Hauptstadt gehören laut Körting "knapp 2000 Personen, überwiegend junge Männer". Es gebe eine Zunahme linksradikaler Gewalt in der Hauptstadt.

Die andere Hälfte der Brandstifter, sagte Körting dem stern, seien "Trittbrettfahrer, Versicherungsbetrüger, Zerstörungswütige, vereinzelt sicherlich auch rachsüchtige Ehepartner und vor allem Pyromanen". Seit immer mehr Autos angesteckt würden - allein in diesem Jahr bereits rund 260 -, sei die Zahl brennender Müllcontainer in Berlin zurückgegangen: "Da haben die Zündler offenbar ein neues Betätigungsfeld gefunden."

Da es auch in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Brandenburg zu derartigen Anschlägen kam, habe Körting gegenüber seinen Amtskollegen in den anderen Bundesländern Gespräche über gemeinsame Maßnahmen angeregt. Zudem, sagte Körting dem Magazin, habe er bei der deutschen Autoindustrie vorgefühlt, ob es möglich sei, die in den Radkästen verwendeten leicht entflammbaren Kunststoffe durch feuerfeste auszutauschen. Grund: "Durch eine Feuerquelle auf dem Reifen fängt vor allem der Radkasten aus Kunststoff Feuer und nicht der Reifen selbst." Die Resonanz sei positiv gewesen: "Die haben mir gesagt: Ob wir diesen Kunststoff nehmen oder einen anderen, ist egal."

Lesen Sie das komplette Interview mit Innensenator Körting ...

Lesen Sie das komplette Interview mit Innensenator Körting ... ... im neuen stern

KOMMENTARE (10 von 17)
 
acenes (12.11.2009, 08:33 Uhr)
Der Tipp des Monats für die Berliner No-Go-Areas
Wenn schon die No-Go-Areas in Berlin nicht mit Schildern ausgewiesen werden, dann soll man die in den Radkästen verwendeten leicht entflammbaren Kunststoffe durch feuerfeste auszutauschen, wenn man dort mit dem Auto parkt. Ich lach mich schlapp!
raptor-xl (11.11.2009, 19:29 Uhr)
@Robbespierre
ihr hang zur realität ist schon ziemlich abhanden gekommen, was?!

wirtschaftsfördernde maßnahme... selten soclehn unsinn gehört. selbst wenn alle versichert sind, so wird die versicherung die ausgezahlten gelder über die beiträge der anderen versicherten wieder reinholen. somit zahlt die allgemeinheit den schaden, den andere anrichten. wer aber schaden mit absicht anrichtet, ist kriminell. und sicherlich kein wirtschaftsankurbler.

wer solchen unsinn schreibt, muss sich ziemlich sicher sein, dass er nie betroffen sein wird. woraus man schließen kann, dass sie entweder eine nichtversicherte mühle haben oder sich selbst diese nicht leisten können.
Robbespierre (11.11.2009, 17:40 Uhr)
@raptor
Ich weiß gar nicht, was Sie haben. Für jedes abgefackelte Auto wird mit Sicherheit ein Ersatz angeschafft. Die meisten werden sowieso versichert sein. Das ist also eine wirtschaftsfördernde Konjunkturmassnahme von unten und die Autoindustrie freut sich. Insofern könnte man da Kapitalismusextremisten wie Sie dahinter vermuten...:)
knackebusch (11.11.2009, 17:18 Uhr)
Späte Erkenntnis
Da ist dem Herrn Körting wohl nun plötzlich die Erleuchtung gekommen. Wird auch langsam Zeit. Für die Blindheit auf dem linken Auge in der Vergangenheit trägt er zumindest die Verantwortung. Bin mal gespannt, wie seine Äußerungen bei seinen dunkelroten Brüdern ankommen. Der Aufschrei wird nicht lange auf sich warten lassen. Dem aufmerksamen Betrachter war seit langem klar, welchem Lager diese randalierenden Chaoten zuzuordnen sind.
Robbespierre (11.11.2009, 17:11 Uhr)
@lowbas
"Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,...... "

Schön gesagt. You made my day :)
raptor-xl (11.11.2009, 12:19 Uhr)
@Joe67
was sie da schreiben, ist unsinn. die statistik berlins an radikalen angriffen und gewalttaten führen mit riesigem abstand linksradikale an.
die höhe der mittel für polizeieinsätze, die für radikale demonstrationen aufgewendet werden, führenmit riesigem abstand die linksradikalen an.
die höhe der sachschäden, die durch radikale gruppierungen entstehen, fphren mit riesigem abstand linksradikale an.

man muss in berlin alle internetdelikte (volksverhetzende schriften oder verbotene, nationale symbole) mit einrechnen, will man derzeit eine hohe anzahl rechtsradikaler delikte darstellen.

die zeitungen in berlin hatten zumindestens seit langer zeit keinen großen bericht mehr gegen rechts. und glauben sie mir, die werden immer groß veröffentlicht.

neben den linksradikalen hat berlin aber noch andere probleme. hier werden permanent busfahrer angegriffen, geschlagen und mit dem messer verletzt. die übergriffe auf jüdische einrichtungen und bürger nehmen auch zu und auch damit haben die rechten glatzen nichts zu tun.

nicht falsch verstehen. ich habe etwas gegen rechte. enorm sogar. ich schätze diese demokratie und verabscheue jede form einer diktatur.
aber in berlin alles schönreden, dass klappt schon lange nicht mehr...
raptor-xl (11.11.2009, 12:11 Uhr)
@Eisenbaer
entschuldigung, aber ich widerspreche vehement. die randalierer sind keineswegs aus der bürgerlichen mitte. das ist der größte unfug aller zeiten...

weder deren lebenstil (kreuzberg, mitte, neukölln, prenzlauer berg), deren kleidung, deren ansichten, deren anarchistische einstellung oder deren gewlatbereitschaft hat auch nur annähernd etwas mit der bürgerlichen mitte zu tun. die mär vom verwöhnten einzelkind, was in den drogensumpf gerutscht ist, kann man bei diesen massen nicht übertragen...
lowbas (11.11.2009, 12:09 Uhr)
Bin schon gespannt darauf
was dort abgeht, wenn die schwarz-gelbe Koalition die Sozialleistungen noch weiter kürzt. Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,......
mats123 (11.11.2009, 12:08 Uhr)
@Eisenbaer
Du scheinst die Burschen ja genau zu kennen, wenn du behaupten kannst, sie kämen aus der bürgerlichen Mitte. Die Bekennerschreiben und die Motive sprechen jedoch klar für die linke Szene. Die Trittbrettfahrer dürften auch eher links als in der bürgerlichen Mitte angesiedelt sein, denn unter bürgerliche Mitte verstehe ich anständige Menschen, die etwas leisten und nicht nachts in schwarzen Antifa-Klamotten durch die Straßen streunen.
Tempelhofer (11.11.2009, 12:06 Uhr)
@ cologne 237
Sie haben in Ihrer Aufzählung noch Klaus Wowereit vergessen.
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